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Zweites Kapitel.
unwillkürlich auf, da jetzt nicht mehr die Forderungen einer allzuungestümen Liebe sich zwischen ihn und sein sowie seines StaatesInteresse drängten. „Es ist eine That des Himmels", rief er aus,und tröstete sich damit?) Die Scheidung von Margarethe wurdeeifrig betrieben, und da diese, die bisher ihre Stelle nur nicht andie Maitresse des Königs hatte abtreten wollen, nunmehr selbst zuGunsten der Scheidung an den Papst schrieb, so wurde die Hei-rath aus einer Menge höchst wichtiger Gründe ohne jede Schwierig-keit nach kurzen Verhandlungen für gelöst erklärt (Nov. und Dez.1599 -).
Die Räthe Heinrich's wünschten nun sehr, ihn sofort wieder zuverheirathen, aber noch einmal kam des Königs Leidenschaft da-zwischen. Sein Herz konnte die Freiheit nicht lange ertragen undwenige Wochen nach dem Tode der schönen Gabrielle, während derScheidungsverhandlungen selbst, fiel er in die Schlingen des Fräu-leins von Entragues. Katharine Henriette de Balzac, Fräuleinvon Entragues, war mehr anmuthig, als regelmäßig schön, aberheiteren und witzigen Sinnes und in blühendem jugendlichen Alter,in allen Künsten der Toilette wohl erfahren. Kühn und verschla-gen, mißbrauchte auch sie die hohe Stellung ihres Geliebten, um zuReichthum und Macht zu gelangen. Zuerst erpreßte sie von ihm100,000 Ecus; dann ließ sie sich — noch im Monat August —mit dem zum Marquisat erhobenen Gute Verneuil beschenken;^)endlich verlangte sie sogar, angeblich ihrer Eltern wegen und nur
') Aerssen an die Generalstaaten: 8s, Usiö. nfis äiet gn'il eoAnoissoit Isinort 6s tens Is Onelrssss nn eonx 6n eisl, st gn'il sn vonlloit ksirs sonxrolüt. jVresäs, I>sttrs8 st Hszoeistioim äs Rnrsnvsl sLevden 1846fx. 148.)
2 ) Die Einzelheiten hierüber findet man i»i fünften Bande der Dettr.wis8., in den Memoiren der Zeit, bei Onplsix, llist, äs Henrx Is drsnä, 263L; sowie vor allem in den ifisttrss ä'088st (Paris 1627), I. 645 tk. DieGründe zur Auflösung der Heirath sind angegeben in der doiwnltstion 8nr Isäis8v1ntion än insrisZs äs 1itin8 st äs 8sis (Oettrss ä'088st, II. 1380 tk.fi2) Hsttr. mi88., V. 155.