Franz'ösisch-savoyischer Krieg.
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gar nicht von ihr trennen, obwohl ihn seine eigenen Angelegenheitenauf das dringendste an die savoyifche Grenze riefen; trotzdem daß siesich bisweilen auf das heftigste stritten, so daß der König die schwer-sten -—' übrigens sehr begründeten — Zweifel an ihrer Liebe zuihm aussprach,') besaß die Marquise doch in unumschränkter Weisedie Herrschaft über das Herz des Monarchen. Zum Glück machtedamals ein Blitz, der in das Kabinett der Marquise fuhr und eineFehlgeburt herbeiführte, dem Zögern des Königs bei seiner Geliebtenund zugleich der heiklichen Frage wegen des königlichen Ehegelöb-nisses ein schnelles Ende. Von der Erneuerung dieses Versprechens warselbstverständlich nie mehr die Rede: aber das ganze Verhältniß zuder Marquise war für den König ein nie versiegender Quell vonBitterkeit und Trübsal.
Im September 1600 langte der Großstallmeister Bellegarde^)als außerordentlicher französischer Gesandter in Florenz an, und am5. Oktober fand die überaus prächtige Hochzeitsfeier statt. DerKardinal Aldobrandini, der Nepot des Papstes, celebrirte selbst, derGroßherzog vertrat die Stelle des Königs. Am Ende der Messetaufte man ein Kind des Großherzogs. Am Abend war Ball undein besonderes Festmahl für die Damen. Nach Beendigung des-selben kam Juno auf einem Pfauenwagen herein, Minerva auf einemRossewagen, und sangen Hymnen des Preises und voll Glückwünschefür die junge Königin. Eine solche allegorische Darstellung durftedamals ebenso wenig, wie etwa jetzt, bei dergleichen Festlichkeitenfehlen. Am Sonntag darauf war Komödie, und am Montag gabman ein Schäferspiel von solcher Pracht der Ausstattung, daß esallein 60,000 Scudi kostete!
Die neue Königin von Frankreich war von stattlichem Wüchse,
>) Iwttr. miss., V. 224, 507. — Lsssom^., 24 1.
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