Fmnzösisch-savoyischer Krieg.
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Der Brief, welcher dem französischen Könige dieses Ereignißanzeigte, kreuzte sich bereits mit dem Schreiben, welches die Geburteines Dauphin nach Madrid meldete. Am 27. September war end-lich Heinrich IV. ein ehelicher Sohn geboren! Die Freude hierüberwar unendlich in ganz Frankreich,ft mit Ausnahme weniger Un-zufriedener und Ehrgeiziger. In der That war für Frankreich dasEreigniß bei weitem wichtiger, als ein ähnliches für das längstgeordnete und befriedete Staatswesen Spanien's sein konnte. Durchdie Geburt des jungen Ludwig war eine Quelle von Streitigkeiten,Zerrüttungen und Bürgerkriegen, aus die jeder nur mit Schreckenblicken konnte, verstopft. Das Bedürfniß nach Ruhe war nach denfurchtbaren Kämpfen der letzten vierzig Jähre ein allgemeines in demfranzösischen Volke, und deshalb war auch mit dem Frieden vonVervins und der Geburt des Dauphin die Aera der Revolutionenfür Frankreich einstweilen geschlossen und die Zeit der königlichenAllmacht angebrochen. Es fanden zwar in den nächsten JahrenEmpörungen und Verschwörungen noch genug statt, aber sie ver-mochten nicht, das Volk mit sich fortzureißen, blieben deshalb stetsnur an der Oberfläche und waren leicht niederzuwerfen. Nur nocheinmal, zur Zeit der Fronde, erwachte der unruhige Geist des fran-zösischen Volkes für kurze Wochen: sonst sah dasselbe ruhig undmüßig zu, wie einige vornehme Herren oder wenige Reformirte, diees gewagt, der königlichen Autorität entgegen zu treten, von der-selben mit geringer Mühe niedergeworfen, gedemüthigt oder selbst ver-nichtet wurden.
Hinrich IV. knüpfte an das eigenthümliche Zusammentreffen,daß in einer Woche ihm ein Sohn und seinem mächtigen Ri-valen eine Tochter geboren worden, sofort eine weit aussehende
die älteste Tochter erben ließ, schriftlich festgesetzt; diese Bestimmung wurde be-stätigt durch Alfons XI. 1338 und die berühmten Cortes von Toro 1505.itli^nst, Xs^osintinns rolntivW g, In Luevsssion ä'LsxnAns (6oII. äs äoouiri.insä., knris 1835), I. 15 lü') vs Ikon, I. 126 s. Sir.