Band 
Erster Theil.
Seite
149
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Oppositionsregungvii in Frankreich.

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hciten auf Grund der Religion sollten für immer aufgehoben sein.— Außer den 92 öffentlichen gab es noch 56 geheime Artikel, welche diehugenottischen Großen mit Geschenken bedachten sowie den Refor-mirten überhaupt einige Erleichterungen bei den Kirchenabgabenund das Recht zugestanden, mit Bewilligung des Königs besondereSteuern unter sich zu erheben.')

Leider konnte das Edikt nicht sofort veröffentlicht werden. DieRücksicht aus die Anwesenheit des päpstlichen Legaten verhindertedie Publizirung desselben noch auf lange. Dadurch gewannen so-wohl die eifrigen Katholiken als auch die eifrigen Protestanten Zeit,die lebhafteste Opposition gegen das Edikt zu erheben.

Die kalvinischen Edelleute, die unter Heinrich's Fahnen beiEoutras und Jvry geblutet hatten; der katholische Klerus, der inden Bürgerkriegen eine erschreckende Gewalt über das Volk gezeigthatte; das Parlament, die höchste Justizbehörde in Frankreich; dieeigenen Minister des Königs: sie alle widerstrebten, aber sie allewurden von Heinrich's festem Willen und ausdauernder Konsequenzbesiegt. Freilich nicht leicht.

Den protestantischen Zeloten ging das Edikt lange nicht weitgenug, und besonders war man in Bcarn ergrimmt, daß die Aus-übung der katholischen Religion, die in dieser Provinz verboten ge-wesen war, wieder eingeführt werden sollte. Die klerikale Parteiwar um so unzufriedener mit dem Edikte, als eine Bitte der Je-suiten um Wiederzulassung ihres Ordens in das Königreich geradeum diese Zeit trotz der Unterstützung, welche sie von dem päpstlichenNunzius erfahren, vom Könige abgeschlagen und vom pariser Par-lamente mit neuen Strafmandaten gegen die Patres beantwortetwurde?) Die Aufregung unter der katholischen Geistlichkeit wuchsderart, daß einige Prediger versuchten, die Zeiten der Liga zurück-

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-> Ov I'Iiou, I. 120. t. III. 827.