Band 
Erster Theil.
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Drittes Kapitel.

lirte er, um sie der Erfüllung seines Willens geneigt zu machen.Er begann mit der Erzählung, wie er einst vor Ausbruch der letztenReligionskriege mit dem Herzog von Guise Würfel gespielt und dabeiauf dem Tische Blutflecken gesehen habe, die trotz aller Mühe nichtauszulöschen gewesen. Das sei ihm sofort als Vorbote großen Un-heils erschienen. Ob nun in den letzten Jahren nicht wirklich genugdes Blutes geflossen sei? jetzt sei es endlich Zeit, dem Staate einenfesten Frieden zurückzugeben. „Ich spreche mit Euch nicht in könig-lichem Gewand oder mit Schwert' und Kappe, wie meine Vorfahren,noch wie ein Fürst, der mit fremden Gesandten verhandeln will,sondern wie ein Familienvater, um vertraulich mit meinen Kindernzu reden. Das Edikt ist zum Besten des Friedens; ich habe ihnnach außen geschaffen, ich will ihn auch im Innern meines König-reiches herstellen. Ihr müßt mir schon in Hinblick auf meine Würdegehorchen, um so mehr aber aus der Dankbarkeit heraus, die meineUnterthanen und besonders meine Parlamentsräthe mir schulden.Ich habe den einen die Häuser zurück gegeben, aus denen sie ver-bannt waren, den andern den Glauben, den sie verloren hatten.Wenn man meinen Vorgängern Gehorsam zollte, so desto mehr mir,welcher den Staat gerettet hat. Es giebt niemanden unter Euch,der mich nicht gut findet, wenn er mit mir zu thun hat, und nichteinen, der es nicht jedes Jahr erfährt; und trotzdem seit Ihr, gegendie ich so gut bin, gegen mich so schlecht! Führt mir doch die katho-lische Religion nicht an; ich liebe sie mehr, als Ihr, ich bin katho-lischer, als Ihr: ich bin der älteste Sohn der Kirche, keiner von Euchist dieses noch kann es sein. Ich stehe besser mit dem Papste, alsIhr. Sprechen wir nicht so viel von der katholischen Religion nochvon allen den großen katholischen und kirchlichen Schreiern! Wennich dem einen eine Pfründe von 2000 Livres, dem anderen einePension gebe, so werden sie nicht mehr mucken. Ich werde dasselbevon allen glauben, die reden würden. Ihr mögt thun, was Ihrwollt, ich werde wissen, was jeder von Euch sprechen wird. Ichkenne alles, was in Euren Häusern vorgeht, was Ihr thut und was