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Drittes Kapitel.
Sieg war doch ohne Zweifel dem Vertreter des Katholizismus ge-blieben. Casaubon, selbst ein Hugenott, schrieb darüber an seinenFreund Heinsius: „Glaube mir, daß Du Plessis in diesem Unter-nehmen nichts seiner Würdiges gethan, daß er die Sache unbedachtübernommen, unbedacht weitergeführt und mit schmählichem Endebeschlossen hat. Möchte es doch anders ausgefallen sein!"') DerJubel der Altgläubigen war deshalb auch nicht gering: zahlreicheFlugschriften erschienen voll Hohn und Spott über Du Plessis unddie Reformirten; im ganzen Königreiche wurde Te Deum gesungen;der König selbst äußerte sich über das Ergebniß des Streites miteiner nicht ganz passenden Freude. Um so größer war natürlichder Aerger der Reformirten, der sich aus Heinrich IV. selbst er-streckte.
Eine ser.nere Ursache des Kummers wurde für die Reformirtendie Amtshanptmannschaft Gex, die nach dem lyoner Frieden anFrankreich gefallen war. Hier hatte seit Menschengedenken keinkatholischer Gottesdienst mehr stattgefunden; Heinrich IV. aber schlugnicht allein den Genfern, die. ihn für die Sicherheit ihres Staatesum die Abtretung des Ländchen gebeten hatten, dieses ab, obwohlauch die Berner dieses Verlangen durch eine eigene Gesandtschaftbefürworteten,'3) sondern führte selbst das Edikt von Nantesund damit den katholischen Kultus wieder in dem Gex ein.Ein königlicher Kommissar übergab dem Bischof von Genf — derseht in Savoyen residirte — sämmtliche Kirchen des Ländchens,und in der Kirche des Hauptortes wurde wiederum die Messe ge-sagt. Die Genfer aber, zu schwach, um anderweitigen Widerstand
'> Lpist., 807 p. 460 (sä. ilämelovesn, Rottsrä. >700).
P I.sttr. miss., V. 230. — Nein äs Nnä. Du I'lkMis, 367 1. — Balddarauf hatte auch d'Aubignö eine Konferenz mit du Perron über die innerenWidersprüche bei den Kirchenvatern, die unentschieden blieb; Llsmoirs» ä'^nliigns,sä. Unlanne (1'nris 1854), >>, 100 1'.
P I,sttr. miW., V. 531 f.