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Erster Theil.
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Drittes Kapitel.

und sich zu bessern,') sondern den König durch den gut gespieltenAnschein der Reue zu hintergehen. Zuerst schrieb er — am 3. Ja-nuar 1601 — an Rosny einen Brief, in welchem er sich bitterüber die üblen Gerüchte, die in Betreff seiner am Hofe verbreitetseien, beklagte, und noch mehr darüber, daß der König sie glaubeund wiederhole; Rosny möge doch bei dem Könige für ihn reden,und dieser überzeugt sein, daß der Marschall Biron sein getreuesterDiener sei, welcher, wenn er fehle, dies nicht aus Untreue, sondernhöchstens aus Irrthum thue. Indeß diese Worte machten natürlicherWeise nur geringen Eindruck, und der König ließ vielmehr Birondurch dessen Schwager La Force auffordern, sich persönlich vor ihmzu rechtfertigen. Der Marschall war keck genug, auch diesen Schrittzu thun, immer in der festen Absicht, den König zu hintergehen.Er begab sich demgemäß aus dem Lager um die Citadelle von Bourgfort nach Lyon, wo Heinrich sich damals noch aufhielt, suchte den-selben im Garten des Kapuzinerklosters, wo er gerade lustwandelte,auf und begann erst ein gleichgültiges Gespräch, um dessen Gesin-nung zu erforschen. Heinrich trat ihm sehr kühl entgegen und be-fahl ihm, sofort zur Belagerung von Bourg, dem ihm gewordenenAuftrage, zurückzukehren. Da begann Biron in erheuchelter Reueund Demuth dem Könige von seinen Unterhandlungen wegen derHeirath mit einer savoyischen Prinzessin zu erzählen; auch gestander ein, daß er voll Aerger wegen der Weigerung des Königs, ihmdie Citadelle von Bourg zu übergeben, seit einiger Zeit schlimmeGedanken gegen des Königs und des Landes Dienst gehegt, undbat deshalb Heinrich reuevoll und unterwürfig um Verzeihung. DerKönig suchte die Einzelheiten des Vergehens von dem Marschall zuerforschen, allein dieser offenbarte nur die ganz unschädlichen Dingeund half sich mit allgemeinen Phrasen durch. Heinrich, der. glaubte,

y Vgl. den Brief Biron's an seinen Schwager La Force, vom 11. Jan.1601; Nein. äs In I'ores, I. dorresx., 321 1.

2) 8uI1)', Oeo. ro^., eU. 102, p. 360 L