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Erster Theil.
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er habe alles erfahren, sprach dem Marschall seine Verzeihung ausund fügte hinzu, derselbe habe gut gethan, sich der königlichenGnade zu empfehlen, die ihm noch so viel Gutes erweisen werde,daß er nie wieder den Weg der Pflicht zu verlassen brauche: aberniemals mehr möge er zu solchen Dingen zurückkehren. So um-armten der König und der Marschall sich, küßten sich und schiedenunter Thränen.')

Biron hatte die unwürdigste Komödie gespielt, denn seineReue, seine Zerknirschung waren nur berechnet gewesen, den Königzu täuschen; die Thatsachen bewiesen es sogleich. Aber wie ge-wöhnlich, so fügte auch hier sein Uebermuth zur Schlechtigkeit dieThorheit. Als er vom Könige fortging, begegnete er dem Herzogevon Epernon, zu dem er in vertrautem Verhältnisse stand, undredete ihm von dem Gespräche, das er so eben mit dem Königegehabt. Epernon rieth ihm, sich eine schriftliche Verzeihung vonSeiten des Monarchen zu erwirken, aber Biron antwortete in seinerüblichen Weise: es sei weit unter seiner Würde, sich vom Königeeine Verzeihung schriftlich ertheilen zu lassen. Diese Unklugheit-hatsich später bitter genug an dem Marschall gerächt.

Freilich, wäre Biron von nun an auf dem Wege der Pflichtgeblieben, so hätte er keines Gnadenbriefes bedurft, denn Heinrichbot alles auf, ihn für sich zu gewinnen. Ohne Zweifel hat derKönig den Marschall, seinen alten Kriegsgefährten und bisher treuenDiener, wirklich geliebt; indeß zum großen Theil ist doch die Mildeund Langmuth, die Heinrich ihm bewies, politischen Beweggründenzuzuschreiben. Biron- stand an der Spitze der starken streng katho-lischen Partei in Frankreich?) Er hatte sich in der letzten Zeit ab-sichtlich zum Vertreter und Führer jener katholischen Adligen ausge-worfen, die Religion und Loyalität stets auf das engste verknüpft,

'> Nsttlusu, II. 105, L tk. — k. Oa)'st, 6Iir. sext., 184. — 8u1>x, Oso.ro^., ov. 106, x. 381. — Nsm. äs 1s. Hores, I. 136 I.

N8. Consulten des sp. Staatsraths v. 27. Mai, 23. Aug. 1602; Arch.v. Sim., L 1426.