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Erster Theil.
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Drittes Kapitel.

ligion von dem Könige droheten; dann wurde gleichfalls ihr ma-terielles Interesse angerufen, indem man das Gerücht verbreitete,der König verlange schon seit geraumer Zeit vom Papste Klemensdie Erlaubniß zur Erhebung eines zweiten Zehnten von den geist-lichen Gütern, und sei jetzt aus dem Punkte, ihm dieselbe zu ent-reißen. Selbst die Parlamente suchte man von neuem gegen dasEdikt von Nantes aufzuregen.')

Bei dem niederen Adel schlugen die Agenten Biron's einenändern Weg ein. Derselbe war schon seit lange mit der Verwal-tung des Königs nicht recht zufrieden, die, anstatt das Geld desVolkes zu Pensionen für die Edelleute zu verwenden, damit dieStaatsschulden bezahlte oder nützliche Unternehmungen begann, unddie, anstatt sich auf die Schwerter und Pistolen der Adligen zuverlassen, für eine ansehnliche stehende Armee und wohlgefüllte Arse-nale und Kriegskassen sorgte. Diese Stimmung wurde aus das ge-schickteste und perfideste benutzt. Alle die Vorbereitungen, ließ Bironden Edelleuten vorstellen, hätten nur einen Zweck: der König wolle sichvon dem Adel unabhängig machen, ja alle dessen Vorrechte vernichtenund aus deren Trümmern einen unumschränkten Despotismus aus-bauen. Sie sollten sich in Acht nehmen: zuerst würden die Großendes Reiches aus dem Wege geräumt werden, aber dann wer'deHeinrich sich auch gegen den niederen Adel wenden, um denselbenaus allen Aemtern und Würden des Staates zu vertreiben unddiese nur an seine Günstlinge und Kreaturen zu vergeben.

Bei den Großen des Reiches selber genügte die Hinweisung aufdie Vortheile, die sie aus den Streitigkeiten der Liga gezogen hatten,um sie abermals zu Unruhen geneigt zu machen. Auch waren sieunzufrieden darüber, daß sie nicht genug Einfluß auf die Leitungder Staatsgeschäfte besäßen.") Uebrigens war ihnen damals nurein Theil der Anschläge Biron's und Bouillon's bekannt.

0 ?. Nsttkisu, II. 102 L.. — 8u11^, Ose. rox., eil. 103., 10S x. 368,393. — ä'LrldlAns, V. 10.

r) Llerers,^, List. äs Kranes, III. (Paris 1685), 1225.