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Drittes Kapitel.
stände betheiligten, nicht allein sich denselben nicht in der Eroberungdes ihnen angewiesenen Territoriums zu widersetzen, sondern ihre Fort-schritte daselbst nach Kräften zu unterstützen, indem sie ihnen zwei derwichtigsten Plätze dieses Gebietes gewinnen hülfen und ihnen wäh-rend der Dauer des Krieges jährlich 600,000 Livres auszahlten.Noch mehr; um den Neformirten ein Unterpfand für ihre Ver-tragstreue und deren Sicherheit zu geben, wird die katholischeVerbindung ihnen die beiden Städte Lyon und Dijon über-liefern, und sie werden dieselben behalten können, wenn sie nichtvollkommen zufriedengestellt werden. Diese Bedingungen warenschon verlockend genug, aber Bouillon ließ auch sonst kein Mittelunversucht, um sie seinen Glaubensgenossen noch annehmbarer zumachen. Schon, sagte er, gehören zu unserem Bündnisse souveräneFürsten, Prinzen der königlichen Familie Frankreichs, die höchstenWürdenträger des Reiches, Gouverneure und Statthalter, mehrereParlamente.')
Man muß sich erinnern, daß soeben erst die Streitigkeitenwegen der Versammlung zu Saumur^) durch einen halben Ver-gleich ungenügend beendigt waren. Auch war alles geschehen, umdie Neformirten mit Schreck und Abscheu vor dem Könige und mitHaß gegen denselben zu erfüllen. Während die Agenten Biron's denKatholiken Heinrich als auf die Vernichtung der katholischen Reli-gion in Frankreich denkend darstellten, wiederholten sie unter den Huge-notten das schon einmal verbreitete Märchen, er habe an demselben* Tage, wo er den Frieden von Lyon beschworen, mit dem Herzoge vonSavoyen, dem Könige von Spanien, dem Kaiser und dem Papst einenVertrag zur Ausrottung der Ketzerei in Frankreich geschlossen! Er wolleauch deshalb binnen kurzem die den Neformirten bewilligten Staats-zuschüsse um ein Drittel verringern, im nächsten Jahre aber sie gar
>) ä'^nvi^ne, V. 10. — Vgl. LIsinoires ä'^nvi^ns, sä. I^nlnnno (Parts1854) x. 101. — Freilich nennt ä'^.nl,i§ns nur rm ä«8 elreüs reüoriner et ässplus Krnnäs, indeß dies ist ohne Zweifel Bouillon.
-j S. 161 . f.