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Drittes Kapitel. .
durch Bestechung des Grasen Essex — herstellen, st Auch wolleBouillon sür 40—50,000 Ecus jährlich den Connetable Mont-morency für die Verschwörung gewinnen. Biron schilderte fernerbei diesen Zusammenkünften die glücklichen Aussichten, die sie be-säßen. Bouillon sei des Gouverneurs von Metz sicher — für dieUeberlassung dieser Stadt versprachen die Spanier 200,000 Ecus —er selbst durch den Herrn von Rieux und dessen Bruder der StädteLangued'oc's, besonders Narbonne's und Saules'. Uebrigens hattenCafal und Noncas reiche Geschenke sür Biron mitgebracht. Phi-lipp III. überschickte ihm einen Felsen aus Diamanten, der aus80—100,000 Ecus geschätzt wurde, und ließ ihm sagen, er sendeihm demselben als Zeichen seiner felsenfesten Freundschaft. DerHerzog von Savoyen schenkte einen Achat- und einen Kristallbecher,die an 60,000 Ecus werth waren. Biron antwortete dem KönigPhilipp aus den eben erwähnten Brief mit Dank und Ergebenheit,nahm die spanischen Vorschläge an und unterzeichnete als Unterthandes katholischen Königs.
Die Spanier bewiesen, daß auch bei ihnen die Religion vorder Politik zurücktrete, mit wie wohlklingenden Phrasen sie diesimmer zu verdecken suchten. Als Biron sich wenige Monate nachder soeben erwähnten Unterredung in Paris befand, brachte la Fargeeinen spanischen Theatiner, Namens Pater Alexander, zu ihm, unddieser theilte ihm mit, der spanische Gewissensrath billige das Bünd-niß mit dem Ketzer Bouillon in einer so heiligen Sache. Auch hiersollte der Zweck die Mittel heiligen. Ferner sagte der PaterAlexander, es gebe in Rom einen französischen Edelmann, NamensRancigny, der sehr viele Verbindungen in Frankreich besitze, unddieser habe dem spanischen Botschafter in Rom, dem Herzog vonSessa, versprochen, alle jene Konnexionen für Biron zu verwerthen.So gingen die Verhandlungen von Biron, Bouillon und Auvergnemit einander und mit Spanien den Herbst 1601 und die ersten
st Zu diesem Punkte vgl. Osttr. miss., V. 632.