Band 
Erster Theil.
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207
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Ophosillonsregurigen in Frankreich.

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Monate des Jahres 1602 hindurch weiter, wie bereits oben erwähntist, und es war für den Frühling 1602 alles zum Losschlagen be-reit. Hier müssen wir nun noch einen Blick aus die Gestaltungder äußeren Lage Frankreichs und Spanien's werfen.

Heinrich IV. hatte während dieser Zeit fortgefahren, seine Stel-lung in der äußeren Politik zu befestigen, indem er die Bündnissemit seinen ehemaligen Freunden auffrischte. Besonders war zuEngland wieder ein engeres Verhältniß eingetreten. Der Grund,wegen dessen Elisabeth sich plötzlich dem französischen Könige ge-neigter zeigte, ist leicht zu erkennen. Gerade damals tobte derirische Aufstand am heftigsten und war täglich die Landung einesspanischen Truppentheils an der irischen Küste zu fürchten. Elisa-beth fühlte deshalb das Bedürfniß, sich von neuem Frankreich zunähern. Sie ließ damals dem Könige bei dessen Anwesenheit inCalais ihre Wünsche für sein Wohlergehen ganz besonders aus-drücken, und Heinrich erwiderte diese Höflichkeit durch die schon er-wähnte außerordentliche Gesandtschaft von Biron.') Auch in den

0 Der Brief Elisabeths an Heinrich IV. sowie die Gesandtschaft Sully'snach England, über die in den Oee. ro/., ob. 103 x. 364 ff. berichtet wird, sind— wie schon Marbault x. 57 richtig nachweist — ganz nnd gar erfunden.Weder Matthieu noch Palma-Cahet, weder Thon noch Camden, weder dasSupplement zu l'Estoile noch irgend ein anderer der Schriftsteller, die über dieseZeit so genau, oft von Tag zu Tag, berichten, wissen etwas von dieser Ge-sandtschaft. Der englische Staatssekretär, Sir Robert Eecil, erzählt in einemBriefe an seinen Vertrauten, Sir George Carew, von der Ankunft Biron'sund seiner Begleiter; überRosny's hat er kein Wort. (Betters ok 6eo. to Oar.,sä. l>)- lobn Nuelsun, Uonäou 1864, Oainäen Looist^, p. 95.) Noch wichtigerist es, daß sie mit der Zeitrechnung in unheilbarem Konflikte sich befindet. DieUcberfahrt Sully's könnte nur zwischen den. 8. u. 10. oder 11. September fallen(Uettres miss., V. 465 Note s. k.). Auf der andern Seite war Sully erst am6. Sept. nach Calais gekommen (Uettr. miss, V. 464), und in den Oeo. ro^.,x. 365, heißt es, er habe bei seiner Ankunft in Dover den Lord Scymour ge-troffen, den er vor fünf oder sechs Tagen in Calais gesehen. 6-s-5^11, alsobleibt uns für die lleberfahrt Sully's nach Dover und wieder zurück, für alleseine Gespräche in England und besonders seine mehrfachen Unterredungen mitElisabeth höchstens ein Tag (der 11. Sept j: eine ganz unmögliche Annahme!Trotzdem haben fast alle neueren GeschichtSschreibcr Sully's Märchen auf Treu»nd Glauben angenommen. Nur Leopold von Ranke im 2. Bande seiner