Oppositionsregungen in Frankreich.
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Unruhen in Frankreich begünstigt werden. Diese Meinung warnicht etwa nur in den unteren Schichten der Völker verbreitet, siewurde von den leitenden Staatsmännern Europa's, so auch von demfranzösischen Könige selbst, getheilt. Mehrere Umstände nährtendiese Besorgnisse. Das Vorgehen gegen Finale hatte soeben erstdie Rücksichtslosigkeit der Spanier in Verfolgung ihrer Interessenerwiesen. Die Franche-Comte war mit Soldaten angefüllt, und be-sonders die Plätze an der französischen Grenze waren mit unge-wöhnlich starken Besatzungen versehen. Im eigenen Auftrage desKönigs Philipp hatte der Graf Penarosa die nördlichen Gegendenvon Navarra, Aragon und Roussillon bereist, überall die Grenz-besatzungen genau besichtigt und verstärkt. Der Herzog von Sa-voyen schien wieder aus das innigste mit Spanien verbunden. Zweiseiner Söhne schickte er an den Hos von Valladolid, um hier einespanische Erziehung zu empfangen und zugleich als Geißeln für dieTreue ihres Vaters zu dienen. Auch die savoyische Diplomatie warwieder von einer unheilverkündenden Thätigkeit. DÄlbigny waran den Grasen Fuentes nach Mailand abgegangen, der Marquisd'Aix nach Valladolid selbst, de Fourny nach Rom, angeblich um denpäpstlichen Segen für die Fahrt der savoyischen Prinzen nach Spa-nien zu erflehen. In Turin und in Mailand sprach man von nichtsals von dem bevorstehenden spanisch-französischen Kriege. Ueberallrühmten sich die Spanier laut, es sei die Zeit gekommen, wo mansich an dem ketzerischen Bearner wegen seiner schändlichen Begünsti-gung der holländischen Rebellen rächen könne. Auch in Frankreichmerkte man, daß die seit lange im Dunkeln arbeitende Verschwörungeinen nahen Hauptschlag beabsichtige. Biron suchte auf die Sol-daten einzuwirken: Gemeine und Offiziere fanden an ihm einenleutseligen Vorgesetzten, er beklagte ihr Schicksal, ging aus ihre Be-schwerden ein, verschärfte ihre Unzufriedenheit. Alle Provinzen, be-sonders 'diejenigen des Südens, wimmelten plötzlich wieder von Men-schen, welche die schlimmsten Gerüchte über den König aussprengten.Der Zweck der schon beabsichtigten Reise Heinrich's IV. in den