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Drittes Kapitel.
Süden, sagten sie, sei kein anderer, als in allen bedeutenderenStädten Citadellen zu bauen und starke Garnisonen hineinzulegen,damit so alle Unabhängigkeit und Freiheit des munizipalen Lebensgebrochen werde. Dann sollte die Salzgabelle auch in die bishervon derselben befreiten Provinzen eingeführt werden. Die Pancarte
— d. h. Abgabe des zwanzigsten Pfennigs von allen Waaren, außerdem Getreide, die in die Städte und großen Flecken gebracht würden
— sollte hierauf, und zwar in erschwerter Weise, den widerstrebendenBevölkerungen aufgezwungen werden. Ja, noch mehr. Der Könighabe die feste Absicht, die dem Volke ehemals erlassene Taille ausJahren 1594, 1595 und 1596 nunmehr bis auf den letzten Deniereinzutreiben, mit Verletzung aller früheren Versprechungen.')
Und in der That waren diese Umtriebe nicht ohne Erfolg. Indem ganzen Süden war die erst 1598' eingeführte Pancarte außer-ordentlich verhaßt, mehr als jede andere Steuer. Bereits im Jahre1601 hatte Poitiers sich geweigert, die Steuer zu entrichten, undHeinrich war zur Ergreifung strenger Maßregeln gegen diese Stadtgenöthigt gewesen. 2) Jetzt verbreitete diese Aufregung sich überganz Limousin und Guyenne.^) Besonders zwei Städte zeigten sichwidersetzlich, das katholische Limoges und das hugenottische la Rochelle.An beiden Orten traten die städtischen Obrigkeiten an die Spitzeder Bewegung, die königlichen Steuerkommissäre wurden mit Ge-walt vertrieben, kein Pfennig von der Abgabe bezahlt. Auch ander Küste der Provence zeigte sich eine bedenkliche Bewegung, spa-nische Emissäre vertheilten hier Geld mit vollen Händen. ') SowieBiron sich erhoben hätte, sollte hier von den Spaniern Aigues-
') 8uIIv, Oso. rov., cd. 103 x. 360, eN. 109 x. 393. — H Llnttliisn,II. 101 11. — I>. 6s)'vt, 182.
Heinr. an den Sonnst-, 4. Juni 1601; I,ottr. miW., V. 421.
?. 181.
U Heinr. an Bcauinont, 13. Mai, u. an den Sonn., 17. Mai; I,vttr.iniss., V. 590, 596. — O'^ubiAns, V. II. — II 182. — 8nII^, ein
109 x. 393.