Band 
Erster Theil.
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Oppofitionsreguligen in Frankreich.

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zu beschränken, so viele Gegner, wie er nur konnte, einstweilen zuversöhnen, bis er den Hauptschuldigen getroffen. So machte erd'Epernon, Bouillon und La Tremoille unschädlich. Ohne ihnen dasgeringste von den Enthüllungen La Fin's zu offenbaren, zeigte erihnen doch, daß er etwas von ihrer Betheiligung an einer Ver-schwörung wisse. D'Epernon gestand Alles und versicherte zugleich,der Wahrheit gemäß, daß er schon lange der Verschwörung fern-stehe; er verpflichtete sich, sechs Monate hindurch bei dem Königezu bleiben, und verpfändete seinen Kopf für seine Treue. Bouillon,dessen böses Gewissen ihn zu einer heftigen und lärmenden Ver-theidigung veranlaßte, ging zwar heimlich mit La Tremoille in dieSüdprovinzen ab; da aber der König ihnen sofort folgte, hielten siesich dort ruhig.') — Dann bemühte sich Heinrich, den Spanierndie Entdeckung der Verschwörung zu verbergen, um sie nicht zuvorzeitigem Losschlagen zu veranlassen. Als sich in diesen TagenKriegsgerüchte verbreiteten, bestellte er dem spanischen Botschafter,dieser Krieg sei die Jagd, und lud ihn zu einer solchen ein. Außer-dem ließ er absichtlich Don Juan de Tassis etwas von dem Um-stände merken, daß er soeben die englischen Anträge zu einer Offensiv-allianz gegen Spanien abgelehnt habe; doch beschwerte er sichzugleich bei dem Botschafter über die Rüstungen Spanien's inItalien?)

Aber trotz aller dieser Vorsichtsmaßregeln konnten die Ver-schworenen und ihre Freunde im Auslande binnen kurzem zu einemschnellen Schlage sich entschließen. Um diesem begegnen zu können,mußten ausreichende Streitkräfte aufgeboten werden. Nach demFrieden von Lyon war das französische Heer auf das niedrigste Maßzurückgeführt worden; jetzt aber wurden 12,000 Franzosen und 6000Schweizer ausgehoben. Erstere wurden zur Ausfüllung der Lücken

') 8uI1^, Oeo. ro^., ek. 109 x. 394 L — Ov Ikon, 1. 128, x. 974.N8. Dep. Tassis' vom 26. Mai, 14. Apr. 1602; Arch. von Sim.,L. 1605.