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heit ihrer Provinzen Sorge zu tragen, gleichfalls Truppen auszu-kleben und dieselben an den Landesgrenzen aufzustellen.') — Soentfaltete Heinrich IV. die ganze Energie, die elastische Thätigkeitseines energischen Geistes und eisernen Temperaments, sowie alledie organisatorischen Fähigkeiten, die ihm in so hohem Maße eigenwaren. Den äußeren Feinden gegenüber waren die am meistenexponirten Punkte geschützt von der spanischen Grenze bis an dieRhone und von hier bis an den Kanal; die inneren Feinde warender strengsten Aufsicht unterworfen, und der schlimmste von ihnen,Biron, fand sich zwischen den schweizerischen und den französischenTruppen des Königs völlig eingeschlossen und durch Lavardin und ,Lyon von Savoyen und Spanien getrennt. In der Mitte diesesGewebes aber befand sich der König an der Spitze von 5—6000auserlesenen Soldaten, um überall dahin abzugehen, wo der Feindzuerst das Haupt erheben sollte. — Um Fuentes und dessen Alliirtenin Italien begegnen zu können, forderte Heinrich im April die Ve-nezianer zu einem Defensivbündniß aus.
Und nun brach er (17. April 1602) von Paris auf, um dieUnzufriedenheit und Empörungslust in den südlichen Provinzen zubeseitigen. Mit einer verhältnißmäßig beträchtlichen Truppenmassebegab er sich zuerst nach Blois, von da mitten in den Herd derSteuerverweigerung, nach Poitiers. Von dieser Stadt aus sandteer den Präsidenten von Jambleville nach Limoges, Nosny nachla Rochelle. Er selbst und ebenso seine Abgesandten verfuhren mitgroßer Milde; nur in Limoges fand eine Bestrafung der Rädels-führer Statt?) Sonst aber wurde den Bevölkerungen zu verstehengegeben, daß sie sich nur augenblicklich dem Gesetze unterordnen
') N8. Dep. Tassio' vom 15. Mai; Arch. v. Sim., II 1605. — Die betr.Anordnungen des Königs I>etir. iniss., V. 551 1., 575, 582 1., 591, 631. —0. Unttliien, II. 110 ^ 11, 130 11.
Dep. Freönes v. 14. Aug-, 8- Mai 1602; 1>. vl nmb. äs 1?r.-6nn.,I. 233 11'., 255.
Vgl. I^sttr. iniss., V. 596 1.