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Viertes Kapitel.
Frieden schließe, um so selbst das Heft in Europa in die Hände zubekommen.') Diese Angaben waren höchst wahrscheinlich übertrieben,den hauptsächlichsten Grund, aus welchem heraus Heinrich die eng-lischen Anerbietungen zurückwies, verschwieg er seinem Abgesandtenweislich, weil das keine Sache war, die man der Welt schon offen-baren durfte. Die Ursache liegt in den Erwägungen, die wir obenals die leitenden in Heinrichs auswärtiger Politik kennen gelernthatten. Er glaubte die Zeit für den Entscheidungskampf gegenSpanien, der dieses ganz demüthigen sollte, noch nicht gekommen;erst sollte Frankreich in langem Frieden seine Kräfte erfrischt undgestärkt haben, erst mußte Spanien vereinsamt sein in Europa:dann hoffte er dafür auch das Haus Oesterreich um so vollständigerniederzuwerfen.
Und deshalb verhielt er sich den englischen Anträgen gegenübersehr kühl und rieth seinem Gesandten große Vorsicht an. Nicht ab-weisen solle er die Eröffnungen der Königin, aber noch wenigerbestimmt auf dieselben eingehen, Immer dringender wurden dieAufforderungen Elisabeth's, auch Prinz Moritz von Oranien schloßsich denselben an, da ihm begreiflicher Weise viel daran gelegen seinmußte, Frankreich zu offenem Kampfe gegen Spanien zu be-stimmen. Immer glänzender wurden die Anerbietungen der Ver-bündeten: im Frühjahr 1602 wolle Moritz in das Feld ziehen mit20,000 Mann holländischer Infanterie und 3000 holländischenReitern, ferner mit 3000 Franzosen, 1500 Schotten, 6000 Eng-ländern, die im Solde der Republik standen; außerdem versprachElisabeth noch 8000 Mann zu der französischen Operationsarmeestoßen zu lassen, Jedoch Heinrich war von dem einmal gefaßtenBeschlusse nicht abzubringen. Er antwortete Elisabeth nicht geradezu
>) Briefe Heinrich's an Beaunwnt; Usttr. iniss., V. 608, 759 k.ft Heinrich an Beaumont, 13. Febr. (idiä. 751.)
3) U8. Consulta des sp. Staatsr. v. 27. Mai 1602, Dep. Tassis' vom11. August 1602; Arch. v. Sim-, L 1426. 1605.