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Viertes Kapitel.
tionen durchwühlt: alles Gründe, welche den König mit zwingenderGewalt zur Bewahrung des Friedens veranlaßten!
So nahm er den Spaniern gegenüber, mit schneller Wendung,eine ganz versöhnliche Haltung an. Nachdem er soeben erst (MitteJuli) den immer wiederholten Anerbietungen der englischen Königinzu einer Offensiv- und Defensivallianz näher getreten war, nahmer wenige Tage darauf seine betreffenden Erörterungen völlig zu-rück. ') Ebenso schlug er die dringende Bitte der Holländer um einoffenes Angriffsbündniß mit ihnen rund ab?) Auch seine Sprachegegen die Spanier milderte sich. Als Tassis sich wieder einmalüber sein feindseliges Benehmen beschwerte, antwortete er ihm ganzgelassen und suchte sich zu entschuldigen. Freilich habe er Rechtgehabt, den 2000 Neapolitanern den Durchzug zu versperren; hät-ten doch hinter denselben noch große spanische Streitkräfte gestan-den! Aber der französische Monarch verlangte nicht mehr, wie nochkurz zuvor, die Bestrafung des Grafen Fuentes und dessen Ver-trauten, Don Mendo Rodriguez de Ledesma. Ueberhaupt drückte ersich bei dieser Audienz friedlich und zuvorkommend aus?)
') Instruktionen Heinrich's und Villerop's an Beaumont von, 18., 25. Juli,2. Aug.; 8iri, Nein. rseonä., I. 143 lk.
-) DepeschenAerfsen's an Oldenbarnevelt, v. 22. u. 26. Sept.; LI.I,. vanveventsr, Oeäenlrstulclcen van Oläenbnrnsvslt, II. 330 L, 335 I.
a) LI8. Dep. TassiS' v. 1.—3. Okt. — Diesen Berichten Tassis' und denAusdrücken Heinrich's IV. selbst (s. oben Am». 1) gegenüber, müssen die De-peschen Aerssen'S an die Generalstaaten (angeführt von Llotlsy, IV. 149 tk. sä.Donäon 1867s v. 4. u. 18. Okt. über die angeblichen harten Auslassungen Hein-rich's gegen Tassis wegen Philipp'S III. einfach als lügnerisch bezeichnet wer-den. Vielleicht hat Heinrich IV. selbst geprahlt vor dem holländischen Bot-schafter: wahrscheinlicher freilich ist, daß dieser übertrieben hat, denn er war jaals ein Lügner bekannt; vgl. u. A- N8. Buzanval an Villerov, 5. Jan. 1605(Nanrwer. krrmp. der Libi. Imxsr. zu Paris, voi. 15,953), Dumaurier an Puy-sieulr, Nov. 1613 (ibiä. voi. 15,955). — Herr Vreede hat sim Anhang zu sei-nen Xexoo. äs Lurnnval, p. 429 tk.) die Vertheidigung Aerfsen's unternom-men. Aber abgesehen davon, daß er die Anklage, die auch Buzanval gegenAerssen erhebt, nicht gekannt hat, beweist er nur, daß Aerssen ein geschickter Di-plomat, aber keineswegs ein zuverlässiger Mann war. So urtheilt auch De-venter (dsäenlestuleken van Oläsubs-rusvelt, III., Inleiäing, x. XVI.) richtig: