Band 
Erster Theil.
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Viertes Kapitel.

vergebe und zu schwach gegen die Franzosen sei. Die Hauptsacheaber war die, daß Tassis kein eigentlicher Spanier und dann über-haupt ein ruhiger, verständiger, von jedem fanatischen Vorurtheilfreier Mann war Man hatte zu seinem Nachfolger keinen anderenbestimmt als Don Mendo Rodriguez de Ledesma, den VertrautenFuentes', einen Menschen, der erwiesener Maßen schon mehrere MaleMörder gegen Heinrich IV. ausgeschickt hatte. Derselbe wäre selbst-verständlich den Franzosen sehr unbequem gewesen, und Heinrich'sMinister ließen dies auch Tassis wohl merken. Mit einer bei denSpaniern seltenen Zuvorkommenheit beschlossen dieselben nun, Le-desma durch einen andern Diplomaten, Don Baltasar de Zuniga,zu ersetzen, welcher bisher als Vertreter Spanien's am Hofe desErzherzogs Albrecht gelebt hatte.') Er kannte deshalb die französi-schen Verhältnisse bereits genauer und hatte sich mit den gemäßig-teren politischen Ideen erfüllt, die in der Umgebung des Erzherzogsin Brüssel vorherrschten. In Wahrheit stand er übrigens an Tüch-tigkeit, Bedeutung und Umsicht Tassis weit nach. Jedenfalls zeugtediese Abänderung der ersten Ernennung von dem Willen der Spa-nier, dem französischen Könige versöhnlich entgegen zu kommen.Ja, aus die wiederholten Erinnerungen Frankreich's ermähntedie Regierung von Valladolid sogar den Herzog von Savoyen,seinem kriegerischen Muthe und seiner unverwüstlichen Lust an In-triguen einigermaßen den Zügel anzulegen. Noch weiter gingman in Spanien. Der Herzog von Lerma nahm die Verhand-lungen wegen einer Heirath zwischen dem Dauphin und der In-fantil! Ana wieder auf, und ließ durch den päpstlichen Nunziusin Madrid dem französischen Hos von seinen guten Intentionen indieser Angelegenheit Nachricht geben. Heinrich nahm die betreffendenEröffnungen vorsichtig, aber nicht ungünstig auf.") Alle Worte

's N8. Dep. Tassis' v. 24. Okt. 1602; Cons. des sp. Staatsr. v. 6. Febr.1603, nebst Apostille des Königs. '

2) N8. Cons. des sp. Staatsr. v. 28. Jan. ^

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