Scheinfriede.
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von jeder Mitschuld bei jener Verschwörung rein zu waschen undwälzten damit alles auf den Herzog von Savoyen. Klemens VIII.hatte, gerade auf die spanischen Berichte hin, den Herzog ganz di-rekt bei dem französischen Könige angeklagt.') Ja, die Spanier be-mühten sich sogar um die Freundschaft Heinrich's IV. und setztenso den Herzog ganz ausschließlich dem Zorne desselben aus. Diesbrachte den leidenschaftlichen Mann in großen Aerger und noch gro-ßem Grimm, und er machte nunmehr Anstalten, sich gänzlich vonSpanien abzuwenden. Anerbietungen Martinengo's in diesem Sinnewurden von Karl Emanuel freundlich aufgenommen. Er verzögerteeinige Zeit die Abreise seiner Söhne nach Spanien und schrieb anMartinengv: Wenn er nur eine angenehme Nachricht aus Frankreichempfinge, dann wolle er schon — auf Kosten Spanien's — derWelt zeigen, was ein Herzog von Savoyen vermöge, — Ein Be-weis dieser Schwenkung des Savoyers war bereits die Sendungdes Grafen Vische an den König zum Glückwunsch wegen der Ent-deckung und Unterdrückung von Biron's Verschwörung. Denn Vischewar ein vertrauter Freund Martinengo's, gehörte also der franzö-sischen Partei am savoyischen Hofe an. Heinrich's Benehmen warauch sehr gut berechnet, um die günstige Wendung in den An-schauungen Karl Emanuel's zu benutzen und weiter zu fördern. Ernahm Vische zwar öffentlich etwas streng auf, wie es das Verfah-ren seines Herrn reichlich verdient hatte: persönlich aber behandelteer ihn freundlich und gütig und ließ durch ihn Martinengv auf-fordern, Alles anzuwenden, um den Herzog auf einen vernünftigernWeg zu bringen und ihn von dem verderblichen Einstufte d'Al-bigny's zu befreien. Endlich sollte doch der Herzog der Kunststücke,und Verräthereien dieses Menschen müde werden! Täuscht er ihndoch nur und giebt unnütz sein Geld aus, indem er ihm die Aus-führung vieler Dinge verspricht, die zu vollbringen nicht in seiner
>> 8iri, Asm. rve., I. 46.-) Ibiä., 18l.