Band 
Erster Theil.
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Viertes Kapitel.

rault sich vollständig kühl und abweisend verhalten.') Er glaubteerkannt zu haben, daß die Spanier ein freundschaftliches Verhält-niß zu Frankreich nicht aus uneigennützigen Motiven suchten, jaes gar nicht ernstlich beabsichtigten, daß sie ihn vielmehr nur mitschönen Worten anzulocken suchten, um seine Freundschaft auszu-beuten. Von nun an stand Heinrich's Entschluß fest. Noch ein-mal hatte er den Spaniern trotz ihrer Vergehungen gegen ihndie Hand geboten; sie hatten sie zurückgestoßen. So sollte dennseine Politik künftighin auf die Bekämpfung Spanien's mit allenMitteln, offenen und geheimen, gerichtet sein. Der Zwischenfallwar erledigt, die alten Bahnen wurden wieder eingeschlagen. Nurhielt er es für gut, vor der Welt die Maske der Freundschaft fürSpanien noch, so lange es ging, zu bewahren. Um so sichererkonnte er die Stöße gegen dasselbe führen.

Es läßt sich gerade nicht als ein Unternehmen gegen ein sol-ches freundliches Verhältniß betrachten, wenn Heinrich IV. jetzt denHerzog von Savoyen zu gewinnen suchte. Freilich im Grunde ganzim Gegensatze zu Spanien. Am savoyischen Hofe bekämpften sichseit langer Zeit zwei Parteien. Die eine, unter der Führung desGrafen Martinengo, begünstigte Frankreich; die andere, unter d'Al-bigny, war Spanien zugethan. Diese letztere hatte viele Jahre hin-durch die Oberhand bei dem Herzoge gehabt und ihre Gegner gänz-lich aus der Gunst desselben verdrängt und sogar zum Theil ausdem Lande vertrieben; doch hatte sie, wie schon angedeutet, durchden Frieden von Lyon bereits einen schlimmen Stoß erhalten. Alsnun die Verschwörung Biron's entdeckt worden war, hatte KarlEmanuel an Philipp III. gesandt, um ihn zu entschiedenem Vorgehengegen den französischen König zu bewegen. Aber er mußte erleben,wie er auch dieses Mal von seinem mächtigen Schwager gänzlich imStiche gelassen wurde. Philipp III. und seine Minister und Ge-sandten suchten die spanische Centtal-Regierung und selbst Fuentes

') Perrons, 4es mnringss esxngnols, 20 tk.