Band 
Erster Theil.
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Viertes Kapitel.

risken war ein Unternehmen, das nur im Falle des völligen Ge-lingens Beifall »der selbst nur Entschuldigung zu finden hoffendurfte. Wenn es mißglückte, bedeckte es den König mit Schmachvor den Augen ganz Europa's und erschwerte besonders seine Stel-lung den Katholiken und dem Papste gegenüber in ganz bedenklicherWeise. Heinrich verfuhr danach. Er ließ dem Harnet ein Geld-geschenk verabfolgen und sandte ihn dann an den Gouverneur vonBearn, den Hugenotten de la Force.') Diesen beauftragte er, einenzuverlässigen und dabei den Spaniern unbekannten Mann auszu-wählen, welcher sich mit Hamet zu den Morisken begeben sollte.Er habe zu untersuchen und zu berichten, was die Morisken zuversprechen hätten, und ob und was sie zu leisten im Stande seien,wie man den Spaniern beikommen und welchen Vorwand man dazuwählen könne, und ob etwa die Morisken noch mit anderen frem-den Mächten in Verbindung stünden. Alle diese Dinge solle dievon la Force erkorene Vertrauensperson genau, bis in das einzelnsteerforschen und dann darüber dem Könige Bescheid geben. La Forcesandte in der That einen gaskognischen Kapitän reformirten Glau-bens, Panissault, an die Morisken. Panissault, ein kühner und ge-schickter Mensch, steckte sich in das Gewand eines Kapuziners undreiste, eine Wallfahrt vorschützend, von einem spanischen Kloster indas andere, bis er, unter steten heimlichen Verhandlungen mit denMorisken, nach Sevilla kam.-) Er wohnte der Versammlung zuToga bei, wo sich die Vorsteher der maurischen Bünde und die an-

st Da, 1?c>roe, I. 6orrssp., x. 339 ik.

2 ) vuxleix, Rist. äs 8sni^ Is Or., 394. — Duplcip, sonst nach den bestenQuellen arbeitend, versetzt die Reise Panissault'S in die Jahre l605 und 1606und läßt ihn wegen seines ganz albernen Benehmens durch einen gewissen Cla-verie abberufen werden. Da es nun aber durch einen Brief Heinrich's IV. (l.a§oros, 1. Oorrssp., 365 I.) feststeht, daß die Spanier schon 1603 den Grundder Reise Panissault'S erfahren haben, so tann derselbe unmöglich nach seiner erstenRückkehr (Mai 1603) noch einmal i. I. 1605 nach Spanien gegangen sein.Die Jahreszahlen und der Abberufungsgrund bei Duplesr muffen also auf einemIrrthum beruhen.