Band 
Erster Theil.
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Viertes Kapitel.

blieb das Glück dem Unternehmen nicht lange günstig, und diese ersteReise mußte auch einstweilen die letzte bleiben; es hatte das folgendeBewandniß.

Schon in den ersten Tagen des April war ein Edelmann, dessenRame vorsichtiger Weise nicht angegeben wird, zu Tassis gekom-men, und hatte diesem erzählt, er sei von Rosny arg beleidigt wor-den, und wolle sich nunmehr an der Regierung rächen. Wenn Spa-nien bereit sei, ihn gut zu bezahlen, so werde er ihm die Umtriebedes französischen Königs niit einigen Menschen aus Aragon ent-hüllen; es war offenbar die Verhandlung mit den Morisken ge-meint. Jetzt würde der Staatsrath in Valladolid doch aufmerksamund gebot Tassis, das Anerbieten des Franzosen anzunehmen. Hiererhielten die Spanier ohne Zweifel ziemlich genaue Nachricht überdie ganze Angelegenheit. Auch Rafis hatte bald darauf von dengeheimen Verhandlungen des französischen Botschafters in Valladolidmit einigen spanischen Persönlichkeiten zu erzählen.') In Folgedieser Entdeckungen befahl der König, auf die französischen Spionein den spanischen Provinzen eifrigst zu fahnden.")

Einstweilen mußte Heinrich nunmehr seine Umtriebe mit denMorisken aufgeben; denn er war natürlich ' auch seinerseits sofortvon dem Bekanntwerden jener Verbindungen in Valladolid unter-richtet worden. Hatte er doch ebenso gut dort seine Spione, wiedie Spanier in den höchsten Kreisen von Paris! „Herr de la Force",schreibt er am 27. Juli 1603 eigenhändig,") „ich habe bestimmteNachricht aus Spanien, daß der König von Spanien die Veran-lassung von Panissault's Reise und die Erhebung, die man mirvon Seiten der Morisken in Aragon versprochen, erfahren hat. Ichwollte Sie sofort davon in Kenntniß setzen, sowie davon, daß manmir meldet, man habe den Spaniern eine Unternehmung, die Sie

st LI8. Cons. des sp. Stciatsr. v. 21. April, 7. Juli 1603.st N8. Arch. v. Si>»., X 1451.st Ua Xoree, I. 6orre8p., 365 k.