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Viertes Kapitel.
schlage sehr gut, und er rieth dem Könige, sie anzunehmen; handlees sich doch nur darum, zehn bis zwölf alte Soldaten, unruhigeKöpfe in ihrer Heimath, aber gut für einen fremden Krieg, nachSpanien zu senden, ohne daß selbst ein Berdacht auf den Königfallen würde.")
Heinrich hätte sicherlich auf die Anerbietungen der Moriskensehr leicht eingehen können, wenn er beabsichtigt hätte, dieselben nurdurch einige Kriegsleute und höchstens durch geringe heimliche Geld-zahlungen zu unterstützen. Es läßt sich nicht absehen, weshalb —bei den bekannten Anschauungen des französischen Monarchen —derselbe nicht einige tausend Ecus geopfert hätte, um ein DutzendAbenteurer, alte Ligisten oder mißvergnügte kalvinistische Veteranen,zur Führung der Morisken zu gewinnen. Aber der König griff dieSache viel umfassender an. Er befahl dem Marquis de la Forcein mehreren schnell folgenden Briefen, die Unterhandlung mit denMorisken aufrecht zu erhalten, dann aber so bald wie möglich nachParis zu kommen, da er — der König — sich des weiteren mitihm über diese Angelegenheit besprechen wollet) Es ist offenbar,daß Heinrich damals größere Pläne mit sich herumtrug. Die Ge-legenheit zu einem allgemeinen Kriege gegen die spanische Machterschien gerade jetzt sehr günstig. Noch standen die Holländer gegenSpanien in Waffen, aber sie waren des Krieges müde, und es warsicher, daß sie ebenso, wie vor kurzem England, die Waffen nieder-legen würden, wenn ihnen nicht durch eine Diversion in einen, an-deren Theile der spanischen Monarchie Luft geschafft wurde. DieTürkei war von einem kriegerischen Sultan regiert, der zum Kampfegegen die Habsburger entschlossen schien; noch soeben war Heinrichvon türkischer Seite eine bedeutende Flotte gegen Spanien zu Gebotegestellt worden?) Auch die Venezianer waren in feindlicher Stim-
6 La Force an den König, 22. Juli 1604; (torrssx., I. Z75 ll'.
2 ) Briefe Heinrichs an la Force, v. 7. Juli, 14. Aug., 18. Sept.; Lorresp.,
I. 378 L
S. 284.