Scheinfriede.
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breitete Familie der Markgrafen von Malaspina, dann aber auchden Großherzog von Tvskana und die Republik Genua vor dasGericht-jener mailändischen Behörde berief.') Als Vorspiel für diekommenden Ereignisse konnte es gelten, als — von jenen Vorbe-reitungen geschreckt — der Fürst von Monaco, um sich zu sichern,sich am 26. Februar 1605 unter den Schutz Spanien's 'begab undam 15. April sich sogar zu dessen Vasallen erklärte.
Mit unbeschränkter Willkür schalteten und walteten die Spanier-in Italien; seitdem Frankreich durch den Frieden von Lyon dasletzte Stück italienischer Erde aufgegeben hatte, war Niemand mehrda, der ihnen dort hätte Einhalt thun können. Mittelbar, konnteman sagen, beherrschten sie die Halbinsel schon: es schien, als obsie dieselbe allmählich ganz und gar in ihren unmittelbaren Besitzzu bringen beabsichtigten. Noch konnte Spanien sich wohl die ersteMacht Europa's dünken. Man mag sich vorstellen, welch' Entsetzenunter den kleinen italienischen Fürsten und Staaten jene Aufforde-rungen hervorriefen, die auf längst verjährte Verhältnisse, zum Theilnoch in die römische Zeit zurückgrifferp Zumal die am meisten be-drohten Malaspina veröffentlichten hiergegen eine Denkschrift, diean alle Souveräne Europa's gerichtet war. Alle müßten ihnenhelfen, denn gegen sie alle könnten dieselben Grundsätze ange-wendet werden, wenn sie den Beginn von deren Ausführung zu-ließen. Gäbe es besonders in Italien einen Fürsten, welcher nichtirgend ein Gebiet in Besitz hätte, das früher einmal zu Mailandgehört habe? Mit großem Aufwand von Gelehrsamkeit wurde nach-gewiesen, daß der Papst, Venedig, Genua, die Herzoge von Sa-voyen, Parma und Piacenza, der Großherzog von Toskana, dasösterreichische Erzhaus in Südtirol den größten Theil ihrer Be-sitzungen verlieren müßten, wenn man den Ansprüchen der Spanierwillfahre. Ja, wenn Philipp III. diesem Prinzipe völlig treu
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