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wünschte!') Um so mißvergnügter waren natürlich die Spanier.Zuniga sprach seinen Aerger in den bitteren Worten aus: „Das istein Papst, welcher dem Könige theuer zu stehen kommt in Verhält-niß zu dem Alter, in dem er sich befindet.") In der That ver-sicherte Du Plessis-Mornay, dieser Papst habe dem Könige 300,000Ecus gekostet?) — Indeß es stellte sich bald heraus, daß Heinrichweniger Grund zur Freude, die Spanier weniger Anlaß zur Be-trübniß hatten, als sie an den Tag legten. Die Idee von der hohenAufgabe des Papstthums hatte seit Paul IV. wieder so viele Fort-schritte gemacht, daß sie in jedem seiner Nachfolger das Ueber-wiegende und Herrschende blieb. Als Kardinäle von Intriguen undErpressungen keineswegs frei, veränderten diese Männer sich sofort,wenn sie sich auf den Stuhl des Apostelfürsten setzten. Dann hat-ten sie in der That nichts weiter im Auge, als der hohen Bestim-mung, die sie sich gesetzt glaubten, gerecht zu werden. Leo XI. be-mühte sich zu zeigen, daß er für seine Erhebung nur dem heil. Geistund nicht den Franzosen dankbar sein, daß er sein den beiden kaiser-lichen Kardinälen gegebenes Versprechen wirklich erfüllen wollte.Als Joyeuse im Namen des Königs eine Gunst von ihm verlangte,schlug er das Begehren rund ab, indem er sagte, er müsse gerechtund billig regieren und Niemandem zu Gefallen leben?) Ueberhauptbewies er eine auffallend strenge Gemüthsart. Schon wenige Tagenach seiner Erwählung verfiel er in eine schlimme Krankheit, die erfür tödtlich erkannte. Als ihn nun die Kardinäle und die Gesand-ten, die um ihn versammelt waren, ermähnten, noch vor seinem Tode
>) Dep. Aug. Badoer's, v. 26. April; Bar. s. Verein, II., I. 159, Note.
-) Lnxxl. L ULst. 384. — Ueber den Kummer am spanischen Hofe selbsts. Velamons äelle oose äi Roms, äi Vrano. kriuli; Lar. s Verein, I.,I. 407.
Vis äs Norna^ än Viessis, 305. — Vgl. den Brief Du Plessis' anBuzanval, v. 20. Mai 1605 : 6s xaxe <sni nons avoit bsanoonp sonst«, ve-rmut ä inonrir «te. (Vsttr. äs VnV1. äöp. 1600, I. 106).
«) I)e Ikon, 1 . o.
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