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Viertes Kapitel.
des spanisch-savoyischen Elementes für lange Zeit geborgen; die Her-zöge von Savoyen, Parma und Mantua, langjährige VerbündeteSpanien's, hatten dasselbe verlassen und sich Frankreich angeschlossen;in der bündncrischen Frage, wo Fuentes triumphiren zu sollen schien,schuf er sich selbst neue Schwierigkeiten, indem er durch seine Re-unionsversuche allgemeinen Widerstand gegen seine Bestrebungenhervorrief. Sogar die Kirche, welche mit scheinbar unauflöslichenBanden an Spanien gekettet war, neigte sich Frankreich zu. In-zwischen hielt dieses den Kampf der Holländer gegen Spanien imGange, einen Kampf, welcher das letztere Land jährlich Tausendeseiner Krieger und viele Millionen seiner Dukaten kostete. Wäh-rend Spanien noch immer die Welt mit seinen Ansprüchen und mitseinen Thaten erfüllte, begann doch schon damals die Ueberzeugungvon der Ueberlegenheit Frankreich's sich vielseitig festzusetzen. Manerkannte an dem fast regelmäßigen Mißlingen von Spanien's Unter-nehmungen, daß dieses bereits Schiffbruch gelitten an materiellen,ganz besonders aber an geistigen Kräften. Mit immer wachsendemVertrauen, mit immer größerer Sicherheit setzte deshalb der franzö-sische König seinen Weg fort: noch wenige Jahre, und er glaubtean dem Ziele zu stehen, nach dem er so lange geduldig gestrebt, ermeinte, nun den Arm erheben zu dürfen, um mit einer kräftigenaber kurzen Anstrengung die FrKht langer Mühen und Sorgen zupflücken und einzubringen.
Noch eines Punktes aber müssen wir Erwähnung thun, anwelchem in den letzten Jahren den Spaniern immerhin ein Vor-theil zugefallen war, der freilich von keiner entscheidenden Bedeutungwar. Zu den gefährlichsten Feinden des katholischen Königs hattezu den Zeiten Philipp's II., wie mehrfach dargelegt worden, Eng-land gehört. Indeß Elisabeth hatte schon seit vielen Jahren denFrieden mit Spanien gesucht; hatten ja bereits im Jahre 1600zu Boulogne Verhandlungen zwischen englischen und spanischenKommissaren über die Beendigung des Krieges stattgefunden.') Aber
>) ^Vlurvooä, Usmorlals, Look III., vol. 1. x. 186 L