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Viertes Kapitel.
Sir Charles Cornwallis, wurden diese Vorschläge gemacht, als auchdem zum Grasen von Salisbury erhobenen Robert Cecil selbst durchden spanischen Botschafter in London.') Heinrich IV. beeilte sichselbstverständlich, die Engländer zu warnen. Auch ihm hätten dieSpanier häufig von der Vermählung der Jnfantin mit seinem älte-sten Sohne gesprochen, aber dies sei nur geschehen, um ihn zu so-fortiger Unterstützung der Spanier gegen die Niederlande zu be-wegen. Da sie nun gesehen, daß er ihre Umtriebe erkannt, wende-ten sie sich an England, obwohl hier eine solche Heirath doch schondurch die Verschiedenheit der Religion unmöglich gemacht würdet) —Es ist kein Zweifel, daß Heinrich mit seiner Meinung über die Ab-sichten der Spanier in diesem Falle wirklich das Richtige getroffenhatte. In der That nahm selbst Salisbury die spanischen Aner-bietungen mit großem Mißtrauen auf; aber er befahl doch Corn-wallis an, sie nicht ganz von der Hand zu weisen, sondern weiterzu verfolgen.st Hierauf gingen die Spanier noch weiter. In einerZusammenkunft, zu welcher der Herzog von Lerma selbst und derGraf von Villalonga den Sir Charles Cornwallis geladen hatten(Dez. 1605), nahmen jene den Vorschlag eines Offensiv- und De-fensivbündnisses zwischen Spanien und England wieder auf. Dabeiwurde dem englischen Könige immer persönlich mit dem allgemeinenKonzile geschmeichelt?) Von englischer Seite lief hierauf eine nichtunfreundliche Antwort ein, welche Spanien's Anträge nicht zurück-wies, sondern nur noch um Bedenkzeit bat?) Jedenfalls hatte sichso ein sehr freundschaftliches Verhältniß zwischen den beiden ebennoch so feindseligen Ländern herausgestellt!
Aber entschiedener für Spanien einzutreten, dessen Interessen
') Dep. Cornwallis' v. 28. Juli; Viinv., Nein., II. 100 I. — Instruk-tion an Beaumont, 9. Okt. 1605; I>. in., VI. 541.
0 Jnstr. an Beaumont v. 9. Okt. I. o.
°) Jnstr. an Cornwallis v. 24. Okt. 1605; Mnrv., II. 148.
st Depeschen IVinrv., II. 164 tk. 184.
st Jnstr. an Cornwallis, 17. März 1606; ibiä., 199 tk.