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und Tilgungsbetrag des ehemals sechszehnprozentigen Anlehens.So machte der König nicht allein die drei Millionen jährlicherEinkünfte aus Amerika für sich frei, sondern er erhielt auch ausseinen übrigen Einkünften noch eine kleine Summe, indem die er-sparten zwei Prozent mehr als eine Million jährlich betrugen.Es war dies ohne Zweifel ein theilweiser Staatsbankerott: aberderselbe hatte — wie man dies ja oft zu großer Ueberraschungauch in neuester Zeit bemerkt hat — für den spanischen Kreditkeine üblen Folgen; kurze Zeit darauf vertrauten die Genuesen demKönige in drei Anlehen wieder drei und eine halbe Million Du-katen an.')
Im Jahre 1610, als der Krieg mit Frankreich drohte, war manvon neuem genöthigt, die Einkünfte aus der Großmeisterwürde derdrei Ritterorden mit einer Hypothek von 120,000 Dukaten jähr-lich zu belegen; man erhielt dafür ein Anlehen von 2,400,000Dukaten. Und wenige Monate nachher nahm man zur Aufstellungdes Heeres in der Lombardei eine neue Anleihe von 1,600,000 Du-katen auf. H
Um das ganze finanzielle Elend, in dem sich trotz der äußerstenAussaugung der Unterthanen Spanien damals befand, mit we-nigen Zügen zu charakterisiren, wollen wir den Voranschlag des Bud-gets des Finanzjahres vom 1. November 1608 bis 31. Oktober 1609,wie er von Lerma's eigener Hand bestätigt ist, in seinen Haupt-posten hier mittheilen. Zuerst die Einnahmen. Von den erhofftenamerikanischen Geldern waren noch 1,700,000 Dukaten frei. Vonder Abgabe der Millones erwartete man nur zwei MillionenNettoeinnahmen zu erhalten. Aus den ordentlichen und außer-ordentlichen direkten Steuern — im Betrage von 600,000 Du-katen — blieben 450,000 Dukaten zur Verfügung. Von den
') UvIgL. äi Oirol. Lorrmro, 463 k. — Oabröia, 24 Nov. 1607,x. 319 1.
-) 6-wrerg,, 8. Mai, 31. Zuli 1610 (p. 405. 412).