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Erstes Kapitel.
nischer Nationalökonom, „die vorzüglichste Ursache der Abnahme„der Künste und Gewerbe in Spanien gewesen ist, so werden„dieselben, so lange die Alcavala dauert, in kümmerlichem und un-vollkommenem Zustande verbleiben".') Zum Glück war es un-thunlich, die Steuer in vollem Umfange einzutreiben; sonst wärenaller Verkehr, alle Fabrikation unmöglich geworden. Mußten dochzehn Prozent des Werthes bezahlt werden bei dem Verkaufe desRohstoffes an den Fabrikanten, bei dem Verkaufe der verarbeitetenWaaren an den Großhändler, bei deren Vertrieb an den Detail-händler und dann wieder bei dem Einzelverkaufe. Es konnteleichtlich kommen, daß ein Gegenstand, wenn er durch mehrereHände ging, mehr Steuer zu bezahlen hatte, als er selbst werthwar. Die Abgabe der Millones, die auf den unentbehrlichstenLebensbedürfnissen — Brod, Wein, Oel, Milch u. s. w. — lastete,wurde nicht minder schwer empfunden. Ein Hofchronist Philipp's III.— gewiß ein unverdächtiger Beurtheilen! — bemerkt, über sie:„Diese Abgabe war die Ursache, daß in Kastilien Noth und Ent-völkerung wuchsen zusammen mit der Verarmung und Ver-kümmerung seiner Bewohner". Man darf sich also nicht wun-dern, wenn sich die zunehmende Verarmung des Volkes in denstets wachsenden Steuerrückständen mit erschreckender Deutlichkeitaussprach. — Den Fremden diente diese Armuth der Spanier zumGegenstände unauslöschlichen Spottes. Die Franzosen meinten, dasLand müsse statt bispagno, bisxnrgno heißen — statt Spanien, Spa-nen. Die Gäste würden dort niit Worten bewirthet, mit unüber-trefflichen Phrasenbanketten und herrlichen Reverenzen zum Desert?)
>) Vpenäiee g, la käuosoion populär, IV. Introä. p. XXXII.
2 ) llavils., Viäa, ^ lreekos äs lol. III. I. II. oap. I.XXIV. p. 212. —Vgl. was NonosäL, RestLuraeion politiea äs Ilspaüs, p. 103 über dieUilloiios sagt: I^s, oxporlsueia ^ Is. ooruuu vor äies los l^uZaros, ^uo tiaperäiäo ^ ässpoblsäo ostv Lsrvieio, ^ lastimosos äaüos aus sLusu.
Vgl. Lsrosläe äs Vervills, I,o Xlo^oll äs xarveuir <1610), vä.Paris l852, p. 265. 383. ,