Band 
Zweiter Theil.
Seite
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Spaniens innere Zustände.

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Kaufleute ihn vermittelten, svndern fremde. Indem das Kaufmanns-gewerbe als ein solches betrachret wurde, das einen Hidalgo, jaeinen angesehenen Bürger entehrte, ') wurde dasselbe von denSpaniern immer mehr verlassen und fiel deshalb in stets aus-gedehnterm Maße den Fremden in die Hand. Ein Jahrzehnt nachunserm Zeitraume wurde — wahrscheinlich übertrieben — be-hauptet, daß die Fremden von allen Geschäften in Spanien fünfSechstel, von allen in Indien neun Zehntel besorgten. Freilichwar den Ausländern der Handel mit Indien ganz verboten, aberes fanden sich leicht Spanier, die ihren Namen hergaben, um diefremden Waaren zu decken. So dienten die ungeheuren Mengenvon Metall, die Spanien jährlich aus Amerika zog, nur dazu, desLandes Verarmung herbeizuführen, indem der Werth des Geldesin Spanien dadurch in hohem Maße sank. In Folge dessen ver-mochten die Fremden ihre Waaren viel billiger anzubieten, als derspanische Fabrikant es im Stande war, und der Ruin der spa-nischen Industrie war nun die unvermeidliche Konsequenz. Dieeinst so berühmten Tuchfabriken von Segovia gingen zwar nichtganz unter, vermochten sich jedoch nur auf einem sehr niedrigenStande zu halten und kämpften mit Nachtheil gegen die fremdenStoffe, die — zum großen Theile aus spanischer Wolle gefertigt— doch billiger und durchgehend von glänzendem, Aussehenwaren. Und so ging es mit allen den ehemals so ausgedehntenWebereien und Spinnereien in Spanien.^) Früber gab es inSevilla allein 16,000 Webstühle, welche direkt und indirekt an130,000 Menschen ernährten: während jetzt fast sämmtliche Seideund beinahe alles Tuch von dem Auslande eingeführt wurde.Das Eisen wurde aus den Bergwerken von Biseaya in das Aus-land gebracht, um dann verarbeitet wieder zurückzukommen, zumal

') Bgl. S. 22. 33 k.r) NonvLäa, p. 21.

"tz INIoa, Rest^dlieimisiito äs las lÄdrioas x eonikrcio, I. 14, 19.