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der Mönche auf 70,000 geschätzt, in 9000 Klöstern, ohne dieNonnenklöster zu rechnen. Alle diese Leute lebten theils auf Kostender übrigen Bevölkerung, theils waren ihre oft reichen Besitzungenvon allen Staatslasten befreit, die nun um so mehr den Welt-lichen und zumal den Bauern aufgeladen wurden. „Das Laien-„thum dieser Nation", schreibt Sir Charles Cornwallis an PrinzHeinrich von England, „mag mit David sagen (freilich in einem„andern Sinne): ,Der Eifer für dein Haus verzehrt mich'; denn„in der That sind fast alle Reichthümer der Welttheile in den„Mund und die alles verschlingende Kehle der Geistlichen ge-fallen".')
Eine weitere Benachtheiligung des Ackerbaues war es, daßdie natürliche Trägheit der damaligen Spanier noch durch dieübermäßige Zahl der kirchlichen Feiertage verstärkt ward. Inmanchen spanischen Bisthümern war der dritte Theil aller Tagedes Jahres kirchlichen Festen gewidmet, wozu dann noch die Tageder Stiergefechte und anderer öffentlicher Vergnügungen kamen.Im Monat August, einem der arbeitsvollsten für die Landleute,gab es eben so viele Feier- wie Werkeltage. Da nun der Tage-löhner durchaus leben mußte, erhöhte sich in Folge dessen der Preisjedes Arbeitstages und damit selbstverständlich der Preis der Er-zeugnisse des Ackerbaues und der Industrie.
Zu den Instituten, welche dem Lande viele nützliche Kräfteentzogen, gehörten auch die Universitäten, deren es damals inSpanien nicht weniger als zweiunddreißig gab! An denselbenwaren wieder nicht weniger als 4000 Stiftungen für Studenten
'1 IVinrvooä Llein. III. 10. — Vgl. llloneLän 122 tk.; Oonsults, ästOonsoso äs Onstilln äs 1619, bei Lsrnpsrs, Libl. soon. — polit., II.p. 060VIII. lk.; Havarrets, Oormsrv. äs iVIonarg., äise. 42. — Onviln p.215 schätzt i. I. 1632 die Orden von St. Dominikus und St. FranciscuS inSpanien allein auf 82,000 Mönche; in den Bisthümern Calahorra undPamplona zählt er 24,000 Kleriker!
r) Mvarrets, ärse. 13.