Band 
Zweiter Theil.
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Zweites Kapitel.

und Keulen gegen die wohlbewaffneten Arkebusiere und Pikeniereder spanischen Regimenter? Es war ein reines Schlachten, keinKamps: bei den Christen kamen nur leichte Verwundungen vor

— ein Soldat starb, aber nur weil ihm die Muskete zersprang

— während unter den Morisken die Kugeln schrecklich ausräumten.Als auch ihr „König" durch einen Hellebardenstoß niedergestrecktworden, ergriffen sie die Flucht, von den Soldaten mit vielerGrausamkeit in das Thal und aus die Sierra verfolgt. Zugleichdrang auf das vorn Generalobersten gegebene Zeichen Don Luisde Leyva mit feinem Reserve - Regimente die Sierra del Aguarhinauf, unter den Wehrlosen schrecklich wüthend. Thal und Bergwaren des Mordes voll. Weder Weibern noch Kindern wurdePardon gegeben; vergebens flehten die erstem mit ausgebreitetenArmen um Barmherzigkeit, nur der Todesstreich war die Antwortdes Soldaten, dessen thierische Wuth nicht einmal durch die eigenenVerluste entschuldigt werden konnte. Das Echo der starren Felsentönte von dem Geschrei und Wimmern der Opfer wieder; 3000,meistens waffenlose') Morisken jeden Alters und Geschlechtes wurdenniedergemetzelt. Wer konnte, rettete sich aus die den Soldatenunzugänglichen Felsspitzen der höchsten Sierra. In den ver-lassenen Dörfern und an den Körpern der Erschlagenen machtendie Soldaten reiche Beute; man behauptet, dieselbe habe 300,000 Du-katen an Werth betragen?)

Nur das feste Schloß Pop widerstand noch, in dem sich überi0,000 Morisken vereinigt hatten?) Don Agustin Meria be-schloß, nicht durch gewaltsame Erstürmung unnütz Blut zu ver-gießen, sondern die Beste eng umschlossen zu halten, um die Wir-kungen des Hungers und Durstes abzuwarten. Seine Rechnung

') „Die meisten Frauen, Kinder und Greise" (tos irms muAsre8, ninosviesos); Lloä», 1014.

2) ^onsees,, 325.

^ Fonseca spricht von 22,000!