Band 
Zweiter Theil.
Seite
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r"ie Pertreibmiq der Moriotec-.

durch das hohe Plateau von Gargas gänzlich gesperrt wurde. BonWesten d. h. von außen, wo der Ort Benizembla lag, war diesesPlateau nur durch eine grauenhafte Felseinöde, eine halbe Meilelang, zugänglich. In diesen Felsmassen und auf dem Plateauvon Gargas stand der „.König" Mellini Seguien mit seiner Haupt-macht; eine starke Schaar hielt Pop besetzt; eine dritte Abtheilung,zebntansend Menscben meist Wehrlose, Weiber und Kinder, warenin den drei Dörfern westlich von Murla. Die Hauptsache für denGeneralobersten mußte die Wegnahme des Plateaus von Gargassein, welches das ganze Thal beherrschte und den Zusammenhang derAufständischen mit den westlich benachbarten Gebirgsthälern sicherte.

Cr befahl deshalb dem größten Theile der Milizen, das Schloßvon Pop dicht zu umringen, ließ einen Hauptmann mit 400 Mannin Murla zurück und beorderte ein Milizregiment, bei diesemOrte stehen zu bleiben und, wenn das Plateau von Gargas ge-nommen sei, die Sierra del Agnar hinaufznstürmen und so denFeinden in Rücken und Flanke zu fallen. Mit der größten Mengeder regulären Truppen aber überschritt Don Agustin Mexia inder Nacht vom 20. auf den 21. November das nördliche niedrigeGebirge, kam nach beschwerlichem Marsche in Kälte und Dunkel-heit, sich links wendend, nach Benizembla und begann am Morgendes 21., von hier aus gegen das Plateau von Gargas zu mar-schiren. Mühsam klommen im tiefsten Schweigen die Soldatendie Felsen hinaus, voran, als Führer der auö 400 Mann be-stehenden Vorhut, Don Sancho de Luna, überall der erste in derGefahr. Plötzlich stießen sie auf die Posten der Morisken; „Sant-iago" riefen die Christen, „Mohammed" ihre Feinde. Die Moriskenschlugen sich mit der größten Tapferkeit; mit Stöcken in der Handstürzten sie sich in die Mitte der Soldaten, noch vor den Mündungender Musketen mit Schlagen fortfahrend. Aber was sollten sie mitihren Schleudern, wenigen alten Musketen, die fast stets versagten,')

') t?onseoa (p. 309) hält dies für ein besonderes Wnnder.ii. Il