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Die Vertreibung der MoriskoS.
Münze vier Dukaten in bronzener und silberner Scheidemünzehin: dieselbe war aber durchgehends gefälscht. Die Verwirrungnach der Entdeckung dieses Vorganges wurde unbeschreiblich; zumaldas Königreich Valencia war mit dem falschen Gelde überschwemmt.Als dasselbe in der Hauptstadt dieser Provinz für ungültig erklärtwurde, brach ein Aufstand der untern Volksklassen aus, der zuvielen Verwundungen und Tödtungen führte, so daß die Obrigkeitnachgeben mußte: jede geprägte Münze wurde für gültig erklärt,nur „unmarkirte Messing- und Bleistücke sowie Nagelknöpfe" wurdenausgeschlossen. Dies aber machte das Uebel noch größer, dennnun arbeiteten die altchristlichen Falschmünzer mit neuer Kraftweiter, und die Fluth verfälschten Geldes stieg unaufhörlich. Mansah, daß hier zu einer Radikalkur geschritten werden müsse. Einer-seits gab sich, wenn auch schweren Herzens, die Stadt Valenciadazu her, die falschen Münzen aus ihe Kosten einzuziehen; es kamdies der Stadtkasse auf 300,000 Dukaten — fast zwei MillionenThaler nach relativem Werthe — zu stehen. Andrerseits wurdedie Strafe für Falschmünzer gemäß den Bitten der Valencianervom Könige auf Hinrichtung geschärft: nun verging kaum eineWoche, daß nicht zwei oder drei solche Verbrecher in Valencia hin-gerichtet wurden; aus Murviedro, dem alten Sagunt, wurdenallein 55 Falschmünzer geköpft, darunter ein Edelmann. Nochviele Jahre hatte Valencia an diesem Uebel zu leiden.')
Indeß die Einbuße an baarem Gelde und die üblen Folgender Falschmünzerei waren in Wahrheit unbedeutend und vorüber-gehend im Verhältnisse zn den übrigen Schäden, die aus derMoriskenvertreibung hervorgingen. Fast die gestimmte Wollen-manufaktur von Toledo, bisher in mehr als fünfzig Fabriken be-trieben, wurde von den Morisken nach Tunis verpflanzt; nur13 Fabriken blieben in Toledo zurück?) Der Ackerbau, ohnehin
'1 I'ovseos, 1u«ts Lrpulsion, p. 325 L — Osräons, Lrxnlsior, )ustik.,II. toi. 53 s, L
r) I,svoräe, 8xsin (London 1809), IV. 338.
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