Band 
Zweiter Theil.
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Die Vertreibung der Mcriökes.

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die traurigen Felgen der Vernichtung des maurischen Elementesin Spanien für dessen Volkszahl, Ackerbau und Verkehr bessernAufschluß zu geben, als ein Aktenstück des Königs Philipp's IV. —eines Zeugen, welchen man gewiß als gegnerisch nicht verwerfen wird.

„In Rücksicht", heißt es in dem vom 22. September 1622datirten Dokumente, „auf die Gemeinden, Städte, Flecken und„Dörfer des Königreiches und die Gemeinde- und Privatgüter„dieser Orte ist der große Schade, den sie durch die Austreibung„erlitten haben, so gewiß und unzweifelhaft, da bei Gelegenheit„der nöthigen Wiederbevölkerung des Königreiches viele Personen„aus diesen Orten weggezogen sind, um in die von den Morisken„verlassenen sich zu begeben. Hierdurch ist aber der Schaden„dieser Gemeinden offenbar. Sie haben auch sonst noch sehr be-trächtlichen Schaden erlitten, da es in ihren Gemarkungen viele„Moriskenorte gab, wie bei Orihuela, Alieante, Vativa, Eareaxent,„Algemesi und dem ganzen Thale des L'uear-Flusscs u. s. w., aus„welchen sie sehr großen Vortheil zogen durch den Handel und„Verkehr der Morisken, die sich in jene Städte und Flecken be-ygaben, um zu kaufen und zu verkaufen, indem sie dabei Abgaben„von allen Sachen zum beträchtlichen Vortheile und Nutzen jener„Städte bezahlten. Dies hat ganz aufgehört, so daß in allen„diesen Gemeinden die durch die Austreibung verursachte Ver-minderung der Renten sehr groß ist, und sie sich -heute in der„Unmöglichkeit sehen, ihre Abgaben zu bezahlen".')

Das waren nach zwölf Jähren die Folgen der Ausweisungder Morisken, und zwar in derjenigen Provinz, welche sich inFolge ihrer unglaublichen Fruchtbarkeit am schnellsten und meistenvon jener unglücklichen Maßregel erholt hatte. Der Ackerbau verfiel

>) ?rLZmätioÄ äsl r«)' I'elipe IV. äel 28 äs setiembrs äs 1622 -,Ooe. Ineä. XVIII. x. 148 t'. — ES ist gewiß übertrieben, wenn Davila in,Jahre 1623 die Bevölkerung des Königreichs Valencia <6ranäWas äs Aa-äriä P. 424) auf 100,000 Familien, also etwa eine halbe Million Personenschätzt.