Drittes Kapitel.
Feste Begründung des Königthums in Frankreich.
1602 - 1606 .
Bouillon entzieht sich dem Befehle des Königs, an den Hof zukommen. — Seine Flucht nach Deutschland. — Unzufriedenheit derHugenotten. — Der Papst als Antichrist. — Heinrich eifrig katholisch:er führt die Jesuiten nach Frankreich zurück. Vater Cotton. —Assemblee der Hugenotten zu Chatelleranlt. — Rosny, königlicherKommissär. — Nenerrichtung der hugenottischen Union. — Friedensschlußzwischen König und Hugenotten. — Verschwörung der Familie En-tragues. — Entdeckung der Verschwörung. — Doppelter Verrath desGrafen von Auvergne. — Bündniß desselben mit Bouillon. — En-tragues und seine Tochter begnadigt, Auvergne in die Bastille gesetzt. —Bouillon's fortgesetzte Umtriebe entdeckt. — Schnelle Uebcrwältigungseiner Mitverschworencn. — Merargnes. — Bouillon in Sedan be-lagert. — Rosnv wird Herzog von Sully. — Bouillon's Wieder-anssöhnung mit dem Könige. — Unterschied dieser Empörungsversuchegegen die frühern. — Feste Begründung des Königthums in Frankreich.
Während das spanische Königthum die unumschränkte Macht,die ihm zugefallen war, zu seinem und seines Landes Unheil ver-wandte: hatte Heinrich IV. gegen die partikularistischen Gelüstedes Adels und der religiösen Parteien zu kämpfen, Gelüste, diezur Zeit seiner Vorgänger und seines eigenen RegierungsantrittesFrankreich bis an die Grenze völligen Zerfalls geführt hatten.