Band 
Zweiter Theil.
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Feste Begründung des Königthums in Frankreich.

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höchsten Ehren in der Kirche erheben zu sehen. So ging erbereitwillig aus das Bündniß mit den Vatern ein und war be-strebt, das Gemüth des Königs diesen günstig zu stimmen.

Vor jedem entscheidenden Versuche wollten die Jesuiten dieMeinung des Königs ihnen gegenüber erforschen. Auf seinerReise nach Metz (Aus. März 1603) kam derselbe durch Verdun,wo — weil dieses Bisthum nicht zu dem eigentlichen Frankreichgehörte — die Jesuiten ein Kolleg besaßen. Die Vater des letztemsuchten den König während seines Aufenthaltes in Verdun aufund baten ihn, das Verbot, welches gegen den Besuch der Jesuiten-schulen des Auslandes ergangen war, nicht auf ihr Kolleg aus-zudehnen. Heinrich, schon vorher von Varenne bearbeitet undwohl bereits entschlossen, jeden noch bestehenden Zweifel an seinerKatholizität durch die Wiedereinführung der Jesuiten glänzend zuwiderlegen — und das war um so wichtiger, als man sich dem-nächst aus eine neue Papstwahl gefaßt machen mußte — gab denPatres eine sehr freundliche Antwort, in der er nicht nur ihremBegehren entsprach, sondern ihnen auch aus freien Stücken ver-hieß, ihre Schüler immer gnädig aufnehmen zu wollen.')

So viel Güte von Seiten des Königs hatten die Jesuitennicht erwartet. Auf Grund dieses Erfolges beschlossen sie sofort,den König um ihre Widerzulassung in Frankreich anzugehen. Aufden Rath Ha Varenne's stellte man fest, daß man Heinrich inMetz und zwar während der Heiligen Woche aufsuchen wolle, woer durch die zahlreichen religiösen Uebungen in eine hinreichendfromme Stimmung versetzt sein würde.

Am Donnerstag vor Ostern 1603 wurden die vier Abgesandtender Jesuiten durch La Varenne in das Kabinet des Königs ge-führt, wo sie auch den Herzog von Epernon, Villeroy und Herrnvon Gevres -— alle drei sehr fromme Personen — gegenwärtigfanden. Sie fielen vor dem Könige auf die Knie, dieser ließ sie

) Oso. ro^ eli. 6XXIX p. 526. — ?a.Ima Oaz'et, 6vr. sext. 242.