Frankreichs innere Zustände unter der Regierung Heinrichs IV.
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im Jahre 1610 etwa 17,500,000 Livres aus, nach jetzigem Geld-werthe gleich 38 Millionen Thaler. 6,025,000 Livres betrugenferner die Kosten der Steuererhebung, die Besoldung der Pro-vinzialbeamten sowie die Zinsen gewisser aus die Provinzial-steuern hypothekisirter Schulden, alles Beträge, welche, zu zweiDrittheilen aus direkten, zu einem Drittheile aus indirekten Steuerngezogen, von den Generalempfängern gar nicht nach Paris ab-geliefert wurden.') So betrug die gesammte Summe der ordent-lichen Steuern, welche das Volk gegen Ende der RegierungHeinrich's IV, aufzubringen hatte, 23,525,000 Livres oder, nachrelativem Werthe, etwa 51,075,000 Thaler. Im Jahre 1869waren dieselben Steuern in dem dreimal so bevölkerten Frankreichin der Höhe von 320 Millionen Thaler. Wir sehen, an und fürsich wäre der Druck nicht zu groß gewesen, hätte er nur nichtbeinahe ausschließlich auf dem ärmeren Theile des dritten Standesgeruht!
Bemerken wir den durchgehenden Unterschied in der Steuer-anlage zwischen Frankreich und Spanien. In diesem letzt ernLande waren fast sämmtliche Steuern >— auch diejenigen,welche die einzelnen Provinzen direkt an die Krone zu bezahlenhatten — indirekt, während in Frankreich die indirektenSteuern dreimal so gering waren wie die direkten.Die Folgen dieses Unterschiedes für die ökonomische Entwickelungder beiden Länder liegen klar vor Augen. Man war in dieserBeziehung in Frankreich damals besser daran, als heutzutage;wenn auch freilich jene günstige Entwickelung der Steueranlagemehr der Eigensucht der Bevorrechteten, welche an den indirektenAbgaben theilnehmen mußten, zuzuschreiben ist, als der Einsichtder Regierenden.
Zur Ueberwachung der Steuerpächter und höchsten Entscheidung
') koirson, III. 119. — Die Summe von 22 Mill., die Poirson nachWallet für die gesammte Stcuerfumme giebt, ist also etwas zu gering.
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