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Viertes Kapitel.
in die Produktion mischte. Hier waren nicht, wie in Spanien,unzählige Barrieren aufgerichtet, hier waren nicht, wie auf jenerHalbinsel, der Ackers- und der Handelsmann auf Schritt und Trittdurch Polizeivorschriften beengt und gequält.
Dem Ackerbau gab Heinrich die Grundbedingung zu einergünstigen Entwickelung zurück, die Sicherheit. Der Bürger, dermit vielen Genossen in der ummauerten Stadt wohnte, konntesich leichter schütten: aber der Landmann im Einzelgehöfte oder indem schwach bevölkerten Dorfe war jeder Unbill von Seiten derKriegsmänner und der Edelleute ausgesetzt. In der That befandgegen Ende der Bürgerkriege der Ackerbau sich in trostloser Lage.Heinrich und Sully zogen ihn aus derselben. Welch' glänzenderGegensatz ist es gegen die Meinung der spanischen Regierung,daß nur in baarem Gelde der Reichthum eines Landes bestehe,wenn Sully sich äußert:') „Ackerbau und Viehzucht sind diebeiden Brüste, welche Frankreich ernähren, und die wahren Minenund Schätze Peru's!"
Gemäß dieser weisen Ansicht handelte auch der König. DurchEdikt vom 26. März 1595 wurden der Landmann von der Schuld-haft, seine Ackergeräthe und seine unentbehrlichen Hausthiere von derPfändung befreit. Die Gesetze gegen die herumstreichenden Kriegs-leute und gegen das Tragen von Waffen schützten ihn vor gewalt-samen Angriffen und ließen ihn in Ruhe und Frieden seineArbeiten betreiben, auf welchen damals zum bei weitem größtenTheile der Wohlstand des Landes und die Erhaltung des ganzenStaatslebens beruhte. Alle Bedrückungen des Bauernstandeswurden streng geahndet. „Was"! rief der König bei einer solchenGelegenheit aus, „wenn man mein Volk zu Grunde richtet, wer„wird mich ernähren, wer wird die Lasten des Staates tragen,„wer wird Ihre Pensionen bezahlen, meine Herren? Bei'm
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