Aninkreich's imicre Zustände linier der Regierung Heinrichs IV.
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bei Chalons gebildet wurde, gab man 40 Kanonen und nocheinige Couleuvrinen und dergleichen bei. Die gesammte französischeFeldarmee von 70,000 Mann hätte dem entsprechend alles in allemungefähr hundert Feldgeschütze gehabt — eine für die damaligeZeit, welche mit sechs bis höchstens zwanzig Kanonen ihre Schlachtenausznfechten pflegte, ganz unerhörte Leistung! Aus dem pariserArsenal allein hatte man auf einmal 32 Geschütze mit allem Zu-behör ziehen können.') Sully selbst war ein umsichtiger und that-kräftiger Artilleriegeneral, wie er durch seine damals lvunder-gleichen Leistungen bei den Belagerungen des savoyischen Kriegesbewiesen hatte.
Man hat mit Recht darauf aufmerksam gemacht H) daß Hein-rich IV. auch das französische Geniewesen geschaffen hat. Bisherhatte man nur Fremde, zumal Jialiener, zur Leitung der Be-festignngs- und Belagerungsarbeiten gehabt. Indeß der König,welcher die Unzuverlässigkeit dieser Leute, die sich stets dem Meist-bietenden verkauften, wohl kannte, bildete sich unter Sullh's Bei-hülfe tüchtige Ingenieure, wie Saint-Luc, Chastillon und Errard,heran, die schon im spanischen Kriege (1595—1598) ihre Meister-schaft bewahrten.
Nicht mindere Sorgfalt schenkte der König dem Verpslegungs-wesen, das in den übrigen Armeen des damaligen Europa aufziemlich niedriger Stufe stand. Aber Heinrich wußte, daß Fleischund Brod für den Soldaten und Heu für dessen Pferd nichtminder wichtig seien, als Pulver und Eisen. In dem Feldzugevon 1597 liegt ihm nichts dringender am Herzen, als seine Ma-gazine und die Verpflegung für Mann und Roß?) Bereits imMärz 1610 war die Verpflegung für die Armee in der Cham-pagne, die sich erst im Mai bilden sollte, geordnet, die Kontrakte
0 U8. Korrespondenz CardenaS' mit seinem Hofe, Januar bis Mai 1610.— Vgl. Llsre. jrxs. I. 297.
2 ) I'oirson, III. 641 ü'.
2) li. U. IV. 699 L