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Erstes Kapitel.
zösischen Reformirten aus später noch zu erwähnenden Beweg-gründen dringend die Vermittelung zwischen Papst und Republikund schlugen ihm vielmehr vor, den Zwist zu schüren und zumAnlaß des großen Krieges wider Spanien zu benutzen. Dazuschien es Heinrich noch nicht an der Zeit; durch sriedliche diplo-matische Mittel wollte er zunächst das Ansehen Frankreich's heben,das Spanien's mindern; und so faßte er den Entschluß, seinenlängst gehegten Plan auszuführen und den Kardinal von Joyeusenach Italien zu senden.') Unverzüglich begab derselbe sich auf dieReise. Er hatte den Auftrag, auf seinem Wege mit.den Her-zogen von Savoyen, Mantua, Parma und dem Großherzoge vonToskana über deren engeren Anschluß an Frankreich zu unter-handeln und überhaupt bis auf neue bestimmtere Weisung desKönigs sich in Oberitalien aufzuhalten. Zugleich wurde de Fresnesangewiesen, wieder thätiger vorzugehen, um den Senat zur Ein-willigung in die Rückkehr der verbannten Geistlichen — die der-selbe bisher stets verweigert hatte — zu bewegen; damit würdeeine der hauptsächlichsten Schwierigkeiten zwischen dem Papste undder Republik beseitigt worden sein (Anfang Dezember).
Allein, während der französische König sich mit der bestimmtenHoffnung auf Frieden trug, erscholl ganz Italien von dein Lärmkriegerischer Vorbereitungen. Das Scheitern der UnterhandlungenCastro's hatte nicht nur zwischen Venedig und der Kurie, sondernauch zwischen Venedig und Spanien die Spannung wesentlich er-höht. Paul wollte den Krieg, der fast unvermeidlich erschien, mitallem Nachdrucke führen. Graf Fnentes hatte ihn aufgefordert,sein Heer auf 20,000 Mann zu Fuß und 3000 zu Pferde zubringen, aber der Papst ging noch über diese Zahl hinaus. 45,000Scudi wurden nach der Schweiz zur Aushebung von 3000 Mann
0 Illstoire -le la vis cte Vloruay üu Ulessis (Leichen 1647, 4.), p. 335.
— Instruktionen an de Fresnes voni 5. 20. Dez.; K. VI. VII. 38 IN 45 IN
— Heinrich IV. an den Landgrafen von Hessen, 23. Dez.; Kommet, Oorre-»Iiomlance, ;>. 339 IN