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urlaubten Offiziere wurden angewiesen (Anfang Februar), sich biszum 20. März in ihren Garnisonen einznfindcn; dieser Befehlwurde recht auffällig unter Trompetenschall im ganzen Königreichebekannt gegeben. Die Kompagnien wurden in ihrem Mannschasts-bestande ergänzt. Herr von Caumartin, der französische Residentbei der Tagsatznng, wurde beauftragt, die Erlaubniß zur Aus-hebung von 10,000 Schweizern für Frankreich nach den Verträgenzu verlangen; und ein dringendes und schmeichelhaftes Schreibendes Monarchen an die schweizerischen Behörden (8. Februar) warbestimmt, diese Forderung zu unterstützen. Ein Hugenott, der Her-zog von Rohan, ward zum General-Oberst für diese schweizerischenRegimenter bestimmt. Damit erreichte er vollkommen seinen Zweck;die Spanischgesinntcn in Paris verkündeten ihre Ueberzeugung inalle Welt, daß der französische König sich für Venedig am Kriegebetheiligen werde und nur noch leugne, um seine diplomatischeAktion weiter führen zu können.')
Inzwischen arbeitete man von Spanien aus Heinrich treulichin die Hände. Man war dort über den geringen Erfolg vonEastro'S Sendung nicht wenig gegen die Venetianer aufgebracht.Nicht nur dein englischen Gesandten gegenüber kehrte der Herzogvon Lerma wieder einmal die kriegerische Gesinnung heraus; indemer zugleich erklärte, selbst wenn die mit Holland damals ange-knüpften Friedensverhandlungen nicht zum Ziele führten, sei Spa-nien im Stande, ein beträchtliches Heer auch gegen Venedig in'sFeld zu bringen; sondern man entschloß sich auch, dem französischenKönige offiziell anzuzeigen, daß Philipp I I I. im Mailändischen eineArmee bilde, um auf Bitten des Papstes denselben gegen die Vene-tiancr zu unterstützen. So lief Spanien mit vollen Segeln indas kriegerische Fahrwasser ein zu einer Zeit, wo der Papst das-selbe schon vollkommen verlassen hatte! Und zugleich wurde Castro
0 Ns. Dep. Irramga's vmn 6. Febr. (Paris). — bis. Dep. Pccquius'vom 16. bis >8. Febr. (Wien). — !->. m. VII. 94 I. 903.