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erste Audienz bei dem Papste. Paul V. war auch mit den Vor-schlägen, die er überbrachte, meist ziemlich zufrieden, erhob aberdoch nicht unerhebliche Schwierigkeiten. Zunächst drohte das ganzeEinigungswerk au dem Punkte wegen der Jesuiten zu scheitern.Der Papst hielt den Franzosen gegenüber seine Don Franciscogegebene Zusage für unverbindlich und wollte durchaus nicht, daßjene seinetwegen einen dauernden Schaden erleiden sollten; aberebenso sicher war es, daß der Senat das feierliche Verbaunungs-dekret auf alle Zeiten, das er gerade gegen diesen Orden erlassenhatte, nicht zurücknehmen werde. Schon sprach man in Rom vonvollständigem Abbrüche der Verhandlungen; viele Kardinäle dereifrig klerikalen Partei bestürmten den Papst, seinen Gegnernnicht einen solchen Sieg zu überlassen. Joyeuse und Alincourthielten es für angemessen, den Kardinal du Perron, der einesvorzüglichen Ansehens bei dem Papste genoß, auf denselben ein-wirken zu lassen. Wirklich gelang es du Perron, der zu diesemBehufe sich vom Krankenlager erheben mußte, nach zweistündigemBemühen den Papst zum Weichen zu bringen, indem er ihm vor-hielt, daß durch ähnliche Hartnäckigkeit Leo X. Deutschland undKlemens VII. England für die katholische Kirche verloren, nurdurch Nachgiebigkeit Klemens VIII. Frankreich für dieselbe gerettethabe. So willigte Paul ein, daß, wenn die Jesuiten nicht sogleichzurückgeführt werden könnten, man eine Klausel in den Vertragsetze, die doch Hoffnung auf ihre Nückberufung gebe und so diepäpstliche Ehre rette (25. März). Freilich wurde auch dieserEntschluß von den kirchlichen Eiferern, den Jesuiten und ihremAnhange noch mehrfach bekämpft; indessen gelang es du Perronin einer zweiten Audienz vom I. April ihn vollends zu bekräftigen.
Allein noch waren die Schwierigkeiten bei weitem nicht über-wunden: der Papst verlangte, daß die Bischöfe, die das Interdikt nichtinne gehalten, bei ihm persönlich Absolution nachzusuchen hätten; undendlich daß die beiden Gefangenen ihm frei und ohne Klauselübergeben werden sollten, während die Venetianer einen Protest