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Erstes Kapitel.
gedenke: dann würden anch sie ihren Theil beitragen (Ende Ja-nuar 1607').
Während sich so die Älliirtcn der Bündner lediglich in einemKreise bewegten, nahm für die letztem die Gefahr der Lage immermehr zu. Fuentes verbot von neuen: die Zufuhr von Getreideaus dem Mailandischen nach Graubünden. Auf drei Seitenhäuften sich Truppenmassen gegen sie an: in Tyrol bei Finster-münz; im Bisthum Trient südlich vom Stilfser Joch, und endlichim Mailandischen am Comcr See. Ein bedrohliches Zeichen war,daß die mailandischen Unterthanen ihre Außenstände und Be-sitzungen im Rhätierlande um jeden Preis losschlugen und daßdie Mönche und Nonnen aus den Grenztlöftern entfernt undletztere von den habsburgischcn Truppen zu kleinen Festungen her-gerichtet wurden. Unter diesen Umständen beschlossen die geängstetenBündner neue Schritte zu thun, um von ihren Verbündeten Unter-stützung zu erlangen. Bügelberg mußte den französischen Mon-archen, Herkules von Salis die Venetianer dringend darum an-gehen.
Wirklich hatten dieses Mal ihre Bitten bessern Erfolg, aber,was sie erhielten, war doch immer noch wenig. Die Venetianerbewilligten nur einstweilen 3000 Goldthaler monatlich für die bünd-nerischen Garnisonen im Veltlin; Heinrich IV. zu demselben Zwecketwas mehr, 6000 Goldthaler für den Monat, jedoch nur auf einVierteljahr, mit dem Versprechen, für den Fall eines offenen Krie-ges der Bündner gegen Spanien seine Unterstützung auf 25,000Livres -- 8333'/g Goldthaler monatlich zu erhöhen.-)
1) I.. IN. VII. !>00. — Vgl. 8arpi 220 L — 8iri 404 sf. — Heinrich IV.an de Fresnes, 5. Dez. 1606; I.. in. VII. 40. — 8preclicr von Lerneclr,Historik niotuuin et dellornni in lOmetia excitatoruin (1629), ;>. 27. — ciekresnes, passiin.
2) Heinrich IV. an die Graubiindcr nnd an die Veltlincr (März), sowiean Frcsnes-Canaye, 1., 13. März; 1^. m. VII. 110 ü. 128. — IVIs. Dep.Pecquius' vom 17. März; Brnssel.