Band 
Dritter Theil.
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dringendste Veranlassung habe, das Veltlin zn schützen, und wartetedeshalb ab, was die Republik in dieser Angelegenheit thun werde?)Da die Dündner als» trotz wiederholter Gesandtschaften nach Vene-dig ganz ohne Unterstützung blieben, Fuentes sein Fort stets ver-stärkte und erweiterte und ihnen die Zufuhren erschwerte: so wuchsim Bündncrlande selbst die spanische Partei, die ungeduldig daraufhindrängte, sich mit Fuentes gütlich abzufinden und damit ihremLande Rüche und Sicherheit zurückzugeben, da eS dieselben nur denVenetianern zu Liebe geopfert hätte, welche jetzt nichts für ihreVerbündeten thäten. Die Venetiauer hatten in der That bald dieüblen Folgen ihres zögernden und überklugen Verfahrens gegendie Büudner zu erleiden. Die spanische Partei unter denselbensetzte es im Frühjahre l lDll durch, daß das Verlangen der Re-publik den Verträgen gemäß 1800 Plann bei ihnen ausheben zudürfen, mit Hinweis auf die von Fuentes geschaffene Nothlage ab-geschlagen wurde. So vollständig lastete bereits das spanische Jochauf den Bündnern!-) Diese Lage dauerte bis znm Ende desJahres llllU».

llngescheut verletzte Fuentes das bündnerische Gebiet, indemer mehrere spanische Deserteure auf demselben aufgreifen ließ.Fortwährend verstärkte er seine Truppen an der Grenze, währendzugleich Erzherzog Maximilian von Throl aus Vorbereitungen traf,durch Befestigung des Vintschgaues auch den nordöstlichen Ans-gaug des Veltlin abzusperren. Dagegen konnten die BüudnerHülfe weder von Heinrich IV. oder den Schweizern erhalten, dieauf die mcistbetheiligten Venetianer warten wollten, noch von die-sen, welche wieder von dem französischen Monarchen die Art zuerfahren verlangten, wie man vereint den Bündnern z» Hülfekommen könne, sowie die Mittel, die er selbst dafür anzuwenden

Liri, INomorle reconNNs, I. 402 0

2) 8ar>,i 210 s. — Zahlreiche Verhandlungen des vcnetianischeu Senatesund sonstige Auszüge aus Aktenstücken hei Lornet.