Band 
Dritter Theil.
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Zweites Kapitel.

wallonischen Provinzen in die Arme der Franzosen getrieben werdenwürden, welche letzteren ohne Zweifel gefährlichere Nachbarn wären,als die Spanier. Auch das konnte ihm nicht glücken; denn einst-weilen war die spanische Gefahr noch zu nahe und drohend, alsdaß die Niederländer sich schon ernstlichen Befürchtungen wegenFrankreichs hingegeben hätten. Noch vor Ende des Februar mußteDanderhar nnverrichteter Sache abreisen.")

Die Mehrheit der Gcneralstaaten war einstweilen von derfriedfertigen und versöbnlichen Stimmung des Erzherzogs nochweit entfernt. Einerseits trug sie sich noch immer mit der Hoff-nung, auch die südlichen Provinzen wieder zum Anschlüsse an dieUnion zu bewegen, anderentheils fürchtete sie, Spanien wolle diegehaßten „Nebelleu" nur durch einen Stillstand oder Frieden intrügerische Sicherheit wiegen, um sie dann durch List oder plötzlicheGewalt zu vernichten. So blieben auch die wiederholten Versuchedes Erzherzogs vergeblich, durch Bermittelung des englischen KönigsJakob die Generalstaaten zu friedfertigeren Gesinnungen zu bringen.Indessen schon waren nicht alle Bestandtheile der vielgliedrigen' niederländischen Republik mit dieser Haltung einverstanden. DerFriedensschluß des englischen Königs mit Spanien im August l60g,die fast feindselige Haltung, die Jakob darauf gegen die VereinigtenProvinzen einnahm, brachten auf die letztem einen tiefen Eindruckhervor. Dazu kam die endliche Eroberung Ostendc's durch dieSpanier, gleichfalls im August 1004. Selbst Heinrich IV. fürchteteeinige Zeit lang, die Niederlande völlig unter spanische Herrschaftzurückfallen zu sehen, und Sillery mußte wenigstens auf indirektemWege mit dem damaligen spanischen Botschafter in Paris, DonBaltasar de Zuüiga, in Verhandlung über einen niederländischenFrieden treten. Mit dem Agenten des Erzherzog's, Philippv. Ayala, begann der König sogar persönlich längere Negotiationen

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