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dringender die spanischen Streitkräfte an Flandern gebundenwünschte. Am 28 . Januar hatte Peeguius seine erste Audienz beiHeinrich IV. Keine Kunst des Diplomaten war dem französischenKönige so geläufig wie die der .Heuchelei. Er versicherte Peeguiusseiner aufrichtigen Freundschaft für die „Erzherzoge" — wie manAlbert und dessen Gemahlin gemeinsam zu nennen pflegte — undseiner Neigung für den Frieden in den Niederlanden, für den ernur die gewöhnliche Langsamkeit der spanischen Entschlüsse fürchte.In der That, hätten die Erzherzoge eine Tochter, so würde er —der König — sehr gern den Dauphin mit ihr vermählen. DerKönig und der Gesandte trennten sich unter dem Versprechen, inden gegenseitigen Beziehungen alle mögliche Freundlichkeit obwaltenzu lassen.')
Wie schade, daß diese schönen Worte Heinrich's von denThatsachen durchaus Lügen gestraft wurden! In derselben Depesche,in der Peeguius vou dieser seiner liebenswürdigen Aufnahme durchden König erzählte, hatte er von den Vorbereitungen desselben zurAushebung der nach den Niederlanden bestimmten Soldaten zuberichten; und als dann die Nachricht von der Abweisung Wittcn-horst's durch die Generalstaaten kam, ernannte er bereits dieObersten für die drei neuen Infanterie-Regimenter: La Foree,Soubise — beide eifrige Hugenotten — und den jungen LaVarenne, den Sohn seines vertrauten Günstlings. Um entscheidendzu handeln, wartete Heinrich nur die Rückkunft Aerssen's ab.Es war dieselbe Zeit, wo er auch gegen die spanischen Drohungenwider Venedig umfassende Rüstungen anstellte.
Indeß während Heinrich den Wiederausbruch der Feindselig-keiten in den Niederlanden, ein französisch-holländisches Bündniß,die Einräumung wichtiger niederländischer Festungen, wenn nichtder niederländischen Souveränität erhoffte: hatten die Verhältnisse
') KI3. Dep. PecqniuS' v. 25. Jan., 2., 16. Febr.; Wien, H. H. u.St. A. v. c. 189.