Band 
Dritter Theil.
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III

Herrschers ausgerüstet. Er hatte die Anweisung, auf seinem Wegein Paris zu rasten und dem französischen Könige seine Aufwartungzu machen.') Heinrich hatte sich (28. Aug.) sehr lebhaft gegenPeequius darüber beschwert, daß man ihm in Belgien die Absichtzuschreibe, den Frieden zu stören, da er doch denselben auf alleWeise begünstige. Wie leicht sei es ihm, diesen Frieden zu ver-eiteln, wenn er wolle, aber er wolle- es eben nicht. Die Leichtig-keit, nebenbei gesagt, hätte lediglich in einem Offenfivbnndniß mitden Holländern direct und ausschließlich gegen Spanien bestanden!Es kostete dem Könige wenig, sich über jenen Mangel an Ver-trauen ganz erzürnt anzustellen. Als nun Neyen in Begleitungvon Peequius seine Audienz bei Heinrich IV. nahm (3. Sept.),überschüttete dieser sie mit Liebenswürdigkeiten, wie Versicherungenseiner Friedensliebe, guten Rathschlägen, auf welche Weise man dieHolländer behandeln, den Prinzen Moritz gewinnen müsse, unddergleichen mehr.

Und doch war Heinrich gerade damals in sehr lebhaften Ver-handlungen mit den Vereinigten Provinzen begriffen, die freilichder allgemeinen Richtung seiner damaligen Politik nicht wider-sprachen.

Das Unbehagen nämlich, das die Wendung der Friedensunter-handlungen im Anfange des Sommers ihm eingeflößt, hatte sichnoch weiter gesteigert. Die Rückberufung der holländischen Flotteselbst nach der ungenügenden Fassung der Ratifikationsurkunde,und zwar abermals ohne daß der Rath der französischen Bevoll-mächtigten eingeholt worden wäre, bestärkte die Leiter der fran-zösischen Politik in der Ansicht, daß die Holländer — und zwarzum Theil aus Mißtrauen gegen Frankreich — um jeden PreisFrieden mit Spanien zu machen und dabei jenes von den Ver-

') Vergl. hierüber »nd über das Folgende: E. Dep. Peequius' v. 30. Aug.3. 8. Sept. (Brüssel), 20. Sept. (Wien). — Villeroy an Jeannin, 3. Sept.,XII. 349.