Der niederländische Waffenstillstand.
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letztem in Europa zweifellos von Neuem befestigt hätte; und dann,weil die Holländer, ehe es so weit käme, sich vielleicht dem glaubens-verwandten England in die Arme geworfen baben würden, dassie als seine Unterthanen gern aufgenommen und beschützt hätte —eine für Frankreich kaum minder unangenehme Eventualität. Soverlangte Heinrich's eigenes Interesse, den Vereinigten ProvinzenBeistand zu leisten, für den er freilich von ihnen auch gern Ent-gelt gehabt hätte.
Jetzt wollte er sich also mit einem Vertheidigungsbündnißbegnügen, in das wo möglich auch der englische König und dieunternehmendsten deutschen Fürsten Aufnahme finden sollten. Ja,er war bereit, bei dieser Allianz den Holländern doppelt so viel zuleisten, tils diese ihm für den Nothfall zu geben verhießen.
Wirklich begannen die Generalstaaten solchen Entwürfen umso zugänglicher zu werden, je mehr sich die Ankunft der aus Spa-nien neuerdings erwarteten Ratifikationen verzögerte. Am t7. Sep-tember si schlugen die Generalstaaten selbst den Königen von Frank-reich und England offiziell vor, zunächst ein kräftiges Angriffs-bündniß gegen Spanien zu Wasser und zu ^ande abzuschließenund dann erst in die gemeinschaftliche Berathung der Friedcnschanceneinzutreten. Indeß nicht ein besonderes Bündniß gegen Spanien— eine solche Allianz würde Frankreich zu sehr kompromittirt undihm die Rolle eines Friedensvermittlers unmöglich gemacht haben —sondern ein allgemeines und darum unbestimmteres Schutzbünd-niß beabsichtigte die französische Regierung; und deshalb gabenderen Gesandte in Gemeinschaft mit ihren englischen Kollegen eineausweichende Antwort, in der sie allerdings den Beistandihrer Souveräne für den Kriegsfall verhießen, aber die nähernVerhandlungen über die Höhe jenes erst bis zum Eintritt desletztem aufschoben. Die Franzosen mußten sich jedoch bald über-zeugen (Anf. Okt.), daß Jakob I. sich überhaupt nickt gegen Spanien
u Nicht erst im Uns. November, wie Oeventer, Oeäenlm. III. IO> meint.
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